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Die Installation: So nehmen Sie Ihr Internet-Telefon in Betrieb

Eine VoIP-Lösung einzurichten ist kaum komplizierter als die Installation eines DSL-Anschlusses. Wir erklären die einzelnen Schritte mit der Siemens-Anlage Gigaset SX 541 WLAN dsl und zeigen die Unterschiede zur AVM Fritzbox Fon auf.

Neben der eigentlichen Anlage und den mitgelieferten Kabeln benötigen Sie die Zugangsdaten, den Splitter und den NTBA. Splitter und NTBA (ein Gerät zum Anschließen von ISDN-fähigen Endgeräten, deshalb nur bei ISDN erforderlich) bekommen Sie von der T-Com oder einer anderen Telefonfirma kostenlos gestellt.

1 . Stecken Sie den Splitter in die TAE-Dose Zugangsdaten eingeben. Rufen Sie dazu einen beliebigen Browser auf, und geben Sie "http://192.168.2.1" ein. Die Eingabe eines Passworts können Sie zunächst ignorieren, da keins vorgegeben ist. Später sollten Sie zur Sicherheit ein Passwort wählen.

2 . Geben Sie den mitgelieferten Western-auf-TAE-Adapter in den mit "Phone 1" bezeichneten Steckplatz, und schließen Sie hieran Ihr Telefon an. Wenn es sich um einen analogen Anschluss handelt, können Sie jetzt auf die herkömmliche Art telefonieren. Bei einem ISDN-Anschluss benötigen Sie noch einen a/b-Wandler. In der AVM Fritzbox Fon ist er bereits im Gerät integriert. Jetzt schließen Sie entweder Ihren Rechner mit Hilfe des beiliegenden Netzwerkkabels über den "LAN 1"-Port an oder installieren die WLAN-Karte, wenn Sie den drahtlosen Übertragungsweg wählen.

3 . Verbinden Sie die Anlage mit dem Stromnetz. Nachdem Sie sie eingeschaltet haben, fahren Sie den Rechner hoch. Wenn die Anlage betriebsbereit ist, leuchtet die "ADSL"-Anzeige und blinkt nicht mehr.

4 . Richten Sie die Netzwerkverbindung auf Ihrem Rechner ein (über "Start, Systemsteuerung, Netzwerkverbindungen"). Wie das genau geht, hängt von Ihrer Windows-Version ab. Hier hilft die Kurzanleitung des Geräts weiter.

5 . Um Ihren Rechner VoIP-fähig zu machen, müssen Sie die Anlage konfigurieren, also die

6 . Rufen Sie zunächst im "Basic-Setup" den Assistenten auf. Wählen Sie hier die SSID (Service Set Identifier), also die Netzwerkkennung, über die Sie Ihr WLAN betreiben wollen. Den WLAN-Kanal können Sie auf "Auto" belassen. Im folgenden Fenster wählen Sie Ihren VoIP-Anbieter und geben Login-Namen, Realm, Pin und Passwort ein. Alle diese Angaben finden Sie im Brief Ihres Providers. Wählen Sie die Option "Ständige Verbindung", da Sie nur so ständig über VoIP erreichbar sind.

7 . Um sicherzustellen, dass niemand heimlich und auf Ihre Kosten Ihr Netzwerk mitbenutzt, führen Sie noch den Sicherheitsassistenten aus. Im "Sicherheits-Setup" können Sie ein Passwort für den Setup-Prozess setzen und eine Verschlüsselung einrichten. Anschließend speichern Sie die Konfiguration der Anlage.

8 . Das "Erweiterte Setup" sollten Sie an sich nur aufrufen, wenn Sie sich schon etwas mit der Materie auskennen. Hier konfigurieren Sie die integrierte Hardware-Firewall und den eingebauten Drucker- oder Fileserver. Einige Einstellungen lassen sich jedoch auch sehr einfach vornehmen. Klicken Sie unter "VoIP-Einstellungen" auf "Wählregeln". Bei Freenet ist vorgegeben, dass bei allen herkömmlichen Festnetz-Telefonaten automatisch die 01019 vorgewählt wird. Außerdem können Sie hier festlegen, welche Sonderrufnummern (0180, 0190, 118, und so weiter) herkömmlich oder über VoIP angewählt werden.

Vergleichen Sie, wo die Verbindung jeweils günstiger angeboten wird. Praktisch: Es lassen sich auch einzelne teure Vorwahlen getrennt sperren, etwa 0190, 0191, 0192 oder 0193. Lediglich die Notrufe 110 und 112 können Sie noch nicht über VoIP erreichen, so dass Sie dafür zumindest ein Handy in greifbarer Nähe haben sollten. Bei der AVM Fritzbox Fon WLAN funktioniert die Verkabelung ähnlich. Hier heißt die "ADSL"-Buchse jedoch "DSL", und der Line-Anschluss ist mit "ISDN/analog" bezeichnet. Die Konfiguration erreichen Sie über die Browser-Eingabe "fritz.box”. oder – wenn Sie mehrere Anschlüsse haben – in den mittleren Port der Dose. Wenn Sie einen ISDN-Anschluss haben, geben Sie den NTBA in die mittlere der drei Buchsen des Splitters. (In der Kurzanleitung, die dem Siemens-Gerät beiliegt, wird übrigens nicht explizit auf ISDN-Nutzer eingegangen – der NTBA wird dort gar nicht erwähnt.) Das DSL-Kabel führen Sie von dort in die mit "ADSL" bezeichnete Buchse Ihrer Siemens-Anlage. Hierüber fließen die Internet-Daten. Das Telefonkabel wird vom NTBA (oder vom Splitter, wenn Sie einen Analoganschluss haben) in die "Line"-Buchse der Anlage gesteckt.

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