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Die Benutzer wollen Tastaturen, keine Stifte

13.11.2002 | 12:59 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Robertson ist außerdem davon überzeugt, dass niemand seine Daten mit einem Stift auf den Tablet-PC schreiben will, Tastaturen würden im Umgang mit Rechnern vorherrschen. Selbst wenn die Software die Handschrift des Benutzers erkennen würde, möchte sie niemand benutzen. Handgeschriebenes sei völlig aus der Mode und im Geschäftsleben unüblich, so Robertson. Der zunehmende Umgang mit der PC-Tastatur und der Verzicht auf Kugelschreiber und Co. hätte außerdem zur Folge, dass Handschriften immer unleserlicher werden würden. Das würde selbst die beste Erkennungs-Software überfordern.

Als entscheidendes Argument für seinen Tablet-PC führt der Lindows-Boss deshalb nicht die Technologie, sondern den Preis ins Feld. Robertson sieht in den Tablet-Rechnern nicht die Nachfolger für Desktop-PCs oder für Notebooks, sondern eine Ergänzung für bestimmte Einsatzzwecke. Tablet-PCs würden seiner Meinung nach nicht für die Eingabe größerer Datenmengen benötigt, sondern als schneller Informations-Lieferant für unterwegs. Im Prinzip sieht Robertson in einem Tablet-PC demnach nichts anderes als einen überdimensionierten PDA, ohne dies allerdings so zu sagen. Damit unterscheiden sich die Tablet-PCs von Lindows jedoch grundlegend von den gleichnamigen Produkte von Microsoft, die tatsächlich als vollwertiger Notebook-Ersatz gedacht und konzipiert sind.

In der ersten Jahreshälfte 2003 sollen die Lindows-Geräte für 500 Euro auf den Markt kommen. Technische Details zum "LindowsOS Tablet PC" gab Michael Robertson allerdings noch nicht preis.

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