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Deutschlands schnellster Rechner: 26 Petaflops, 11.264 CPUs, 1,44 Petabyte RAM

20.02.2020 | 14:02 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Deutschlands schnellster Supercomputer steht jetzt in Stuttgart. Der wassergekühlte Rechner schafft mit seinen 11.264 AMD-CPUs mit 720.896 Kernen und 90.112 Speicherbausteinen mit 1,44 Petabyte RAM 26 Petaflops.

Deutschlands schnellster Supercomputer arbeitet jetzt in Stuttgart. Der Superrechner mit dem Namen „Hawk“ (Falke) steht am High-Performance Computing Center (Höchstleistungsrechenzentrum) der Universität von Stuttgart (HLRS).

Hawk schafft als Spitzenleistung 26 Petaflops (ca. 25.950.000.000.000.000 Gleitkommaoperationen pro Sekunde). Damit gehört der schwäbische Falke zu den schnellsten Supercomputern weltweit, in Europa soll der Falke sogar der schnellste Rechner für universelle Anwendungen im wissenschaftlichen und industriellen Bereich sein. Er basiert auf einem Apollo 9000 System von Hewlett Packard Enterprise (HPE). Halk hat 720.896 Kerne und arbeitet mit einer CPU-Frequenz von 2,25 GHz. Als Prozessor kommt der AMD EPYC Rome 7742 zum Einsatz und zwar mit 11.264 Exemplaren. 90.112 Speicherbausteine mit insgesamt 1,44 Petabyte RAM sind verbaut. Der Rechner besitzt eine Wasserkühlung.

Der neue Superrechner ist 3,5 Mal schneller als der bisherige Supercomputer der HLRS, der Hazel Hen. Die Rechenleistung dürfen sowohl Wissenschaftler als auch Unternehmen nutzen. Denkbare Einsatzzwecke sind Berechnungen zur Effizienz von Windturbinen, Motoren und Energieerzeugungsanlagen.

Der neue Supercomputer wurde je zur Hälfte vom Wissenschaftsministerium von Baden-Württemberg und vom Bundesforschungsministerium finanziert. 38 Millionen Euro kostete der rechenstarke Falke.

Der Falke dient unter anderem für Berechnungen zur Verbesserung der Aerodynamik von Flugzeugen oder Autos. Selbstverständlich eignet sich Hawk auch für Klimaberechnungen oder für Simulationen zur Ausbreitung von Seuchen.

T-Systems-Kunden können Halk über die Public Cloud der Telekom https://open-telekom-cloud.com/de nutzen. Der Zugang zum neuen Supercomputer läuft über ein Online-Portal. Dort erhalten Unternehmen und Forschungsinstitute die benötigten Ressourcen schnell und unkompliziert. Dabei sind alle Sicherheits- und Compliance-Vorgaben im europäischen Rechtsrahmen erfüllt.

Für den Zugang zu den Systemen fällt eine monatliche Gebühr an – abhängig von der Anzahl der User. Alle anderen Bestandteile werden nach Verbrauch abgerechnet. Zusätzlich benötigte Softwarekomponenten buchen Kunden einfach dazu. Bringen sie eigene Lizenzen mit, fallen dafür keine Kosten an. Ein großer Vorteil für den Kunden ist, dass er alle Ressourcen auf sich zugeschnitten erhält. Er muss sich nicht mit mehreren Anbietern auseinandersetzen. So kann er alle möglichen Simulationen mit dem Superrechner über die Open Telekom Cloud durchführen.

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