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Deutschland: Kritische erste Bilanz für E-Scooter

12.07.2019 | 15:07 Uhr | Denise Bergert

Verkehrsverbände haben einen Monat nach der Straßenzulassung von E-Scootern in Deutschland eine erste Bilanz gezogen.

Seit einem Monat sind elektrisch betriebene Tretroller – sogenannte E-Scooter – auf deutschen Straßen zugelassen. Der ADAC und der Deutsche Verkehrssicherheitsrat haben diesen Umstand zum Anlass genommen, eine erste kritische Bilanz zu ziehen .

Laut dem Verkehrssicherheitsrat zeigen mehrere schwere Unfälle, dass die Gefahren der E-Scooter von vielen Fahrern noch unterschätzt werden. Hier sei in der Gesellschaft eine breitere Aufklärungskampagne notwendig. Neben der Regierung seien hier auch die E-Scooter-Hersteller und -Verleiher gefordert. Sie könnten Kunden beispielsweise per App auf Unfallrisiken und den richtigen Umgang mit den Fahrzeugen hinweisen oder entsprechende Trainings anbieten. Neben einer unvorsichtigen Fahrweise seien auch unachtsam abgestellte E-Scooter auf den Bürgersteigen und die Benutzung der Tretroller zu zweit ein Problem. Sollte es in den nächsten Monaten mehr Unfälle mit Kopfverletzungen geben, müsse der Verkehrssicherheitsrat außerdem über die Einführung einer Helmpflicht nachdenken.

Neben Unfällen mit teilweise Schwerverletzten in Berlin, Hamburg und München, musste die Polizei auch bereits Verwarngelder verhängen. Die Gründe: E-Scooter-Fahrer waren betrunken oder auf Gehwegen unterwegs. E-Scooter dürfen in Deutschland nur auf Fahrradwegen oder - in Ermangelung solcher - auf der Fahrbahn benutzt werden.

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