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Deutsches Gericht verhängt Haftstrafe

30.11.2001 | 13:12 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Auch in Deutschland fällten Richter ein Urteil gegen Raubkopierer. Sie verurteilten ein Ehepaar aus Wolfsburg, das mehr als 900 Raubkopien verkauft hatte, zu einer Haftstrafe auf Bewährung und einer Geldstrafe.

Das Ehepaar wurde bei einer routinemäßigen Internet-Recherche durch die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen GVU entdeckt. Das Paar verdiente durch den Online-Verkauf von unter anderem Raubkopien von Microsoft-Programmen im Zeitraum März bis September 1999 mehr als 80.000 Mark. Im Haus des Paares stellte die Polizei 1300 CDs sicher, die ebenfalls zum Verkauf bestimmt waren.

Die Quittung für das professionell betriebene Raubkopieren: 18 Monate Gefängnis für den Ehemann, 15 Monate für seine Frau. Damit ist der Fall allerdings noch nicht abgeschlossen: Microsoft will zudem zivilrechtlich gegen das Ehepaar vorgehen.

"Diese aktuellen Urteile zeigen, dass man auch auf juristischer Seite die Notwendigkeit sieht, konsequenter gegen Software-Piraterie vorzugehen. Auch private Anbieter haben hier mit strafrechtlichen Konsequenzen zu rechnen, die bis zur Freiheitsstrafe reichen können", zitiert "Der Standard" einen Sprecher von Microsoft.

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