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Deutsche Telekom optimiert seine Glasfaser-Verlegetechnik

07.09.2021 | 14:19 Uhr | René Resch

Mit einer neuen Verlegetechnik kann die Deutsche Telekom Glasfaserkabel deutlich schneller und günstiger verlegen.

Die Deutsche Telekom arbeitet aktuell einem Trenching-Pilotprojekt einer ganz neuen Verlegetechnik für Glasfaser. Bei der neuen Technik wird kein Leerrohr mehr benötigt, wie die Telekom im eigenen Firmenblog bekannt gab.

Statt Leerrohre wird nur ein schmaler Schlitz in den Asphalt geschliffen, die Telekom schreibt dazu: "Bei diesem Piloten setzen wir eine neue Schleifmaschine ein. Sie hat den Vorteil, dass sie minimalinvasiv arbeitet. Der Schlitz, den wir hier in den Asphalt schleifen, ist nur 17 Millimeter breit und 170 Millimeter tief. Außerdem kommt noch ein neues Kabel zum Einsatz."

Mit der Verlegung von Glasfaser durch Trenching-Methoden spart die Telekom deutlich an Zeit ein. Die Technik ist allerdings auch günstiger und reduziert die Belastung für die Anwohner, da der Bau einer klassischen Baustelle entfällt. Bei der neuen Methode mit Diamantschleifer wird der Schlitz, der benötigt wird, noch schmaler. Laut der Telekom liegen die Vorteile dabei auf der Hand:
"Sogar während der Bauarbeiten ist es für jeden Anwohner hier möglich, durch die Straße zu fahren. Hier fahren, während der Schlitz offen ist, Trecker mit tonnenschweren Güllefäsern ohne Probleme drüber. Gestern hatten wir sogar eine Kuhherde, die durchmarschiert ist."

Neue Verlegetechnik - Telekom ist Vorreiter

Die Arbeiten gehen dabei viel schnell vonstatten. Was bei einer herkömmlichen Verlegung, eine Beeinträchtigung von bis zu zwei Wochen gewesen wären, wird so innerhalb von nur eineinhalb bis zwei Tagen erledigt. Die Telekom schreibt, dass es das erste Unternehmen sei, die die neue Methode einsetzt.

Aber nicht nur die Verlegetechnik ist neu. Auch ein anderes Glasfaserkabel wird verwendet, da das herkömmliche gut um das Doppelte zu breit gewesen wäre. Dabei sind mehrere Glasfasern direkt in ein Kabel eingearbeitet, das ohne umgebendes Leerrohr in den Schlitz eingelegt werden kann. Druckluft zum Einblasen wird deshalb nicht mehr benötigt. Die Kabel passen exakt in den nur 17-Millimeter-großen Schlitz. Und wenn mehrere Leitungen benötigt werden, ist der Kanal tief genug, um sie übereinanderzulegen.

Der Schlitz wird im Anschluss mit flüssigem Asphalt aufgefüllt, die Oberfläche ist nach nur geringer Zeit wieder voll belastbar: "Das hat den Vorteil, dass wir die volle Statik beibehalten, wenn wir die Asphalt-Tragschicht wiederherstellen. Und falls die Asphaltdecke mal saniert werden muss, sind unsere Glasfasermedien davon nicht betroffen" , so die Telekom.

Telekom liegt bei 5G- & Glasfaserausbau voll im Plan

Nach Angaben der Telekom nutzen bereits 85 Prozent der Bundesbürger den schnellen Mobilfunkstandard und auch der Glasfaserausbau schreitet voran und die Telekom sieht sich gut in der Zeit. Mehr dazu lesen Sie hier:

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