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Deutsche Post investiert zwei Mrd. Euro in Roboter und Maschinelles Lernen

01.10.2019 | 14:09 Uhr | René Resch

Die Deutsche Post will die stetig wachsenden Liefermengen stemmen. Dazu wird der Konzern einiges in die IT-Struktur investieren.

Die Deutsche Post plant große Investitionen in die Unternehmensstruktur, um auch weiterhin die gerade durch den Online-Markt stetig wachsenden Liefermengen zuverlässig zustellen zu können.

Wie die Tagesschau berichtet, will die Deutsche Post in den Jahren 2020 bis 2022 dazu zwischen 8,5 und 9,5 Milliarden Euro investieren, denn ein Rückgang der Sendungsmengen ist vorerst nicht zu erwarten, der Markt wird noch weiterwachsen. Ein wesentlicher Wachstumstreiber in allen Kerngeschäften soll weiterhin E-Commerce sein.

Digitalisierung des Unternehmens mit Milliarden-Investition

Im Mittelpunkt der Investitionen steht aber auch die Digitalisierung des Unternehmens. Da es langfristig nichts bringen wird einfach nur immer mehr Lieferanten einzustellen, soll die IT-Struktur des Konzerns modernisiert werden. Auch die Umschulung zahlreicher Mitarbeiter wird dabei mit einkalkuliert. Dazu will die Post bis 2025 rund zwei Milliarden Euro in die IT investieren.

Die Systeme der Post sollen so künftig deutlich bessere Routen für Post-Lieferanten berechnen und das Paket-Aufkommen in verschiedenen Regionen besser prognostizieren können – das ist zumindest die Hoffnung des Post-Vorstands. Dazu sollen Daten mithilfe von maschinellem Lernen berechnet werden.

Die Investitionen in die IT sollen sich für das Unternehmen allerdings auch recht schnell auszahlen und bis 2025 jährlich einen Ergebnisbeitrag von mindestens 1,5 Milliarden Euro liefern. Die Post will sich weiterhin auf Ihre Kerngeschäfte konzentrieren. „Und die Digitalisierung wird dabei der größte Hebel sein“, sagt Konzernchef Frank Appel. „Wir müssen uns nicht neu erfinden. Wir werden uns digitalisieren.“

Aus der Pressemitteilung der Deutschen Post :

Bis zum Jahr 2025 wird Deutsche Post DHL Group die IT-Systeme umfassend modernisieren. Mitarbeiter werden über gezielte Fortbildungsmaßnahmen dazu befähigt, neue Technologien anzuwenden und somit Dienstleistungen, Prozesse und Standards kontinuierlich zu verbessern. Eine Steigerung der Effizienz soll durch eine stärkere Automatisierung und verbesserte Transaktionsprozesse erreicht werden, beispielsweise in Lagerhäusern oder durch den verstärkten Einsatz von Robotern. Durch die Auswertung großer Datenmengen mit Hilfe von Algorithmen werden zum Beispiel Routen optimiert. Auch die Vorhersage des Arbeitsvolumens und die daraus resultierende Ressourcenplanung lassen sich dadurch weiter verbessern. "Wir werden unsere technologischen Fähigkeiten als Gruppe künftig in globalen Centers of Excellence bündeln. Dort werden wir Schlüsseltechnologien wie Internet der Dinge, IoT, zentral entwickeln und dann unseren Divisionen bereitstellen. So werden wir unsere Stärke als Konzern gezielt einsetzen, um unsere Digitalisierung voranzutreiben", sagte Frank Appel.

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