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Deutsche Landwirte wollen mit Musk den Welthunger besiegen

09.12.2021 | 11:14 Uhr | Panagiotis Kolokythas

Der Bundesverband der Maschinenringe will mit einem Konzept den Hunger auf der Welt besiegen. Benötigt wird die Hilfe von Elon Musk.

Für die Aktion mit dem Hashtag "up2you" und dem Motto "A world without hunger is possible" rührt der Bundesverband der Maschinenringe derzeit kräftig im Web und in sozialen Medien die Werbetrommel. Das Ziel: Dadurch soll die Aufmerksamkeit des Milliardärs Elon Musk erregt werden.

Maschinenringe-Chef Erwin Ballis hat nämlich ein auf "shared economy" basierendes Konzept entwickelt, von dem er sicher ist, dass damit der Hunger auf der Welt bekämpft werden kann. Dazu wird aber die finanzielle Unterstützung von Elon Musk benötigt. Dieser hatte Ende Oktober 2021 in einem Tweet, der sich an das Welternährungsprogramm richtete, erklärt, dass er sechs Milliarden US-Dollar zur Verfügung stellen würde, wenn ihm ein wirkungsvoller Plan vorgelegt werden würde, mit dem der Hunger in der Welt gestoppt werden könnte. Dazu würde er entsprechend viele Tesla-Aktien verkaufen, um so ein Projekt zu finanzieren.

400.000 Maschinenringe sollen in Afrika entstehen

"Mit einer Summe von sechs Milliarden US-Dollar schaffen wir es, 400.000 Maschinenringe in Afrika zu gründen und könnten das Problem der Welternährung dort lösen, wo es entsteht", erklärt Ballis. Immerhin seien die Maschinenringe die erste Sharing-Economy-Organisation der Landwirtschaft. "Die Idee einer Gemeinschaft, in der Menschen, Arbeitskraft, Wissen und Maschinen dem Wohle aller dienen, habe sich seit Gründung der Maschinenringe vor rund 60 Jahren schon in 17 Ländern etabliert", heißt es in einer Mitteilung des Verbandes. Es sei immer besser, die Ursache anzugehen, als nur die Auswirkungen zu lindern.

Mit den in Afrika zu errichtenden 400.000 Selbsthilfeorganisationen mit einer Anschubfinanzierung von je 15.000 Euro durch die Finanzierung durch Musk, sollen afrikanischen Landwirte in die Lage versetzt werden, sich und andere zu ernähren. Dass dies funktioniert, hätten schon die anderen Maschinenringe-Projekte in Afrika bewiesen. So habe sich im Senegal bereits eine Wertschöpfungskette mit drei regionalen und 21 lokalen Maschinenringen und fast 3.000 landwirtschaftlichen Mitgliedern gebildet.

Offen bleibt, ob und wie Musk überhaupt reagiert

Alles was jetzt noch benötigt wird, ist die Aufmerksamkeit von Elon Musk. "Wenn Elon Musk von unserer Idee hört und sie unterstützenswert findet, stehen wir bereit", erklärt Ballis. Abzuwarten bleibt, ob das überhaupt gelingt. Andrerseits sorgt der Verband zumindest mit dieser Aktion für öffentliche Aufmerksamkeit für sein Anliegen.

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