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Deutsche Bankkartendaten werden im Darknet verkauft

02.12.2021 | 10:26 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Die Zahlungskartendaten von 31.000 Deutschen werden im Internet zum Kauf angeboten. Diese Kartentypen sind besonders betroffen.

NordVPN, ein bekannter Anbieter von VPN-Diensten für den sicheren Internetzugriff, hat 4 Millionen Zahlungskartendaten analysiert, die im Darknet zum Verkauf angeboten wurden. Die 4 Millionen Daten lassen sich Menschen aus 140 Ländern zuordnen. 31.000 der Datensätze konnten Deutschen zugeordnet werden; genauer: 31.373 gehackte Zahlungskarten gehörten Deutschen. Etwas mehr als die Hälfte (15.974) aller entdeckten Zahlungskarten aus Deutschland waren von Mastercard – gefolgt von Visa (13.498) und American Express (1.664).

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Das am stärksten betroffene Land der Welt waren übrigens die USA mit 1.561.739 der 4.481.379 Zahlungskarten. Das am zweitstärksten betroffene Land war Australien mit 419.806 Karten, die im Darknet zum Verkauf angeboten wurden.

Deutsche Kartendaten kosten mehr

Der im Darknet angebotene Preis für alle 4 Millionen Karten lag bei durchschnittlich 9 US-Dollar und 70 Cent. Der Durchschnittspreis einer deutschen Karte lag aber sogar bei 17 US-Dollar und 89 Cent, wobei die einzelnen Preise für die gefundenen deutschen Zahlungskarten zwischen 1 und 25 US-Dollar schwanken. Die überwiegende Mehrheit (16.810) der deutschen Zahlungskarten kostete sogar 25 US-Dollar.

Die teuersten Karten waren in Hongkong und auf den Philippinen zu finden (Durchschnittspreis 20 US-Dollar), während die billigsten Karten im Darknet von Mexikanern, Amerikanern und Australiern stammten (Preise ab 1 US-Dollar).

Vergleicht man die Anzahl der Kredit- und Debitkarten, so waren Kreditkarten am häufigsten betroffen: 28,65 % der entdeckten Karten waren Debitkarten und 66,99 % Kreditkarten.

Was die Anzahl der Karten betrifft, so wurde Mastercard-Standard am häufigsten im Darknet gefunden. Ein ähnlicher Trend war jedoch auch bei Visa-Classic-Kreditkarten zu beobachten, die im Vergleich zu den anderen Karten deutlich häufiger gefunden wurden, wie NordVPN erklärt.

Marijus Briedis, CTO bei NordVPN: „Selbst wenn eine Karte im Durchschnitt nur 10 US-Dollar kostet, kann ein Hacker mit dem Verkauf einer einzigen Datenbank – wie der von uns analysierten – 40 Millionen US-Dollar umsetzen.“

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