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Der Browser-Krieg ist vorbei

10.08.2001 | 15:58 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Mit der Präsentation von Netscape 6.1: kam Netscape dem Konkurrenten Microsoft zuvor. Microsoft steht kurz vor der Fertigstellung des Internet Explorers 6 . Allerdings erwarten Experten nicht, dass Netscape Microsoft ernsthaft Marktanteile streitig machen kann.

"Der Browserkrieg ist längst vorbei", meint Geoff Johnston, Vize-Präsident des Produkt Marketing beim Internet-Marktforschungs-Unternehmen Statmarket "Microsoft hat ihn gewonnen". Den Statistiken von Statmarket zufolge nutzen 86 Prozent aller Surfer den Internet Explorer. Der Anteil von Netscape liegt bei gerade mal 1:3,5 Prozent.

Selbst der Internet Provider AOL, dem Netscape mittlerweile gehört, interessiert sich kaum für die Browser-Vorlieben seiner Kunden, wie Chris Silvo, Analyst bei IDC meint. Wichtig ist für AOL nur, dass möglichst viele Internetbenutzer Kunden beim AOL Onlinedienst sind.

Anders liegt die Interessenslage von AOL bei der Einführung von Windows XP und der Vorbereitung der .net und Hailstorm-Initiative von Microsoft. Mit 64298:Hailstorm will der Redmonder Software-Riese ein Paket von Dienstleistungen anbieten und Kunden für den MSN Messenger sowie den MSN Online Service akquirieren. Damit wildert Bill Gates aber im Revier von AOL, das um die selbe Zielgruppe mit seinem AIM Instant Messaging Software und seinem Netscape Portal wirbt.

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