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Dementi: Bill Gates hat keine Wasserstoff-Yacht gekauft

11.02.2020 | 09:44 Uhr | Denise Bergert, Panagiotis Kolokythas

Der Hersteller hat die Berichte dementiert, laut denen der Microsoft-Gründer Bill Gates eine Wasserstoff betriebene Yacht mit 112 Metern Länge gekauft haben soll.

Update, 11.02.2020: Der Hersteller hat Berichte im Web dementiert, laut denen Bill Gates die Wasserstoff-Yacht Aqua bestellt haben soll. Wie BBC Online meldet , bestehe zwischen dem Hersteller und Bill Gates keinerlei Geschäftsbeziehung. Betont wurde auch, dass es sich bei der im Jahr 2019 in Monaco gezeigte "Aqua" um ein Konzept handelt, welches sich noch in der Entwicklung befindet. Bisher existiere auch nur ein etwa zwei Meter langes Modell. Die fertige Konzept-Yacht werde eine Länge von 112 Metern besitzen, bis  zu 17 Knoten schnell sein und mit dem Wasserstoff-Antrieb eine Reichweite von knapp 7.000 Kilometern besitzen.

Ursprüngliche Meldung

Schiffe gehören durch ihren Antrieb mit Schweröl oder Diesel zu den größten Umweltsündern. Doch es geht auch anders: Die neue Yacht von Microsoft-Gründer Bill Gates hat einen Wasserstoff-Antrieb, der bei der Verbrennung nur reines Wasser ausstößt. Trotz ihrer Größe von 112 Metern hat die Luxus-Yacht namens Aqua eine Reichweite von über 6.000 Kilometern. Für ausreichend Platz ist auch gesorgt: Auf fünf Decks findet sich genügend Raum für 14 Gäste und 31 Crew-Mitglieder. Im Bootsrumpf sind 28 versiegelte Tanks für den flüssigen Wasserstoff untergebracht, der auf -253 Grad Celsius gekühlt werden muss. Die Verbrennung treibt zwei Motoren mit einem Megawatt an. Für den Notfall gibt es aber noch einen Dieselmotor als Backup.

Vor dem Jahr 2024 wird die Yacht von Bill Gates wohl aber nicht in See stechen. Dann stehen Reisen mit einer Geschwindigkeit von 31 km/h bzw. 17 Knoten auf dem Programm. Das luxuriöse und innovative Schiff hat einen entsprechend hohen Preis: Knapp 600 Millionen Euro soll die Yacht kosten. Für Bill Gates, der aktuell der reichste Mann der Welt ist und über ein Vermögen von umgerechnet 110 Milliarden US-Dollar verfügen soll, dürfte dies aber gut zu stemmen sein. Neid scheint dennoch unangebracht, denn Gates spendet immer wieder hohe Summen für gemeinnützige Zwecke, zuletzt beispielsweise 100 Millionen US-Dollar für den Kampf gegen das Corona-Virus .

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