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Dekra: Tipps für den Kauf der richtigen Schutzmaske 

25.01.2021 | 16:19 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

FFP2 oder FFP3, Corona-Pandemie-Atemschutzmaske (CPA), KN95 und N95, OP-Masken - die Dekra erklärt die unterschiedlichen Arten von Schutzmasken. Damit Sie online die richtige Maske kaufen.

Die Prüforganisation Dekra prüft nicht nur Autos auf deren Verkehrssicherheit, sondern auch Atemschutzmasken auf ihre Schutzwirkung vor einer Infektion mit dem Sars-CoV-2-Virus, das Covid-19 verursacht. Jetzt hat die Dekra einen Überblick zu den unterschiedlichen Maskentypen veröffentlicht, damit Sie vor allem beim Online-Kauf einer Schutzmaske und ohne Beratung das richtige Modell erwischen.

FFP2-Atemschutzmasken: Das können sie und so erkennen Sie diese Masken 

Eine FFP2 oder FFP3-Maske (FFP=Face Filtering Piece) schützt den Träger der Maske und die Umgebung. Der Standard FFP2 schreibt laut Dekra vor, dass mindestens 94 Prozent der Aerosole und Partikel zurückgehalten werden. Für diese Norm muss die Maske eine Baumusterprüfung bei einer sogenannten „Benannten Stelle“ bestehen. Auch die Dekra betreibt in Essen so eine zertifizierte Prüfstelle.

Eine FFP2-Maske erkennt der Käufer an einem dauerhaften Aufdruck auf der Maske und der Verpackung mit jeweils folgenden Angaben:

  • CE-Kennzeichnung mit vierstelliger Nummer, zum Beispiel „CE 0158“ für DEKRA

  • Die Norm „EN 149:2001+A1:2009“ 


  • Maskenklasse „FFP2“ 


  • Produktname oder Produktnummer 


  • Name oder Warenzeichen des Herstellers. 


Welche Prüfstelle sich hinter der vierstelligen Nummer verbirgt, können Sie in der so genannten NANDO-Datenbank der Europäischen Kommission nachschlagen.
 
Die Dekra rät dringend, dass Sie unbedingt die Gebrauchshinweise zum korrekten, passgenauen Anlegen, der Benutzungsdauer und Entsorgung beachten. Falsch oder nachlässig angelegte FFP-Masken bieten laut Dekra keinen oder nur geringen Schutz vor Ansteckung und sind gefährlich für den Träger und die Umgebung.

Corona-Pandemie-Atemschutzmaske (CPA) nach § 9 MedBVSV 


In der Zeit zwischen 20. März 2020 bis 30. September 2020 konnten auch Masken ohne Baumusterprüfung die Marktfähigkeit erlangen, wie die Dekra erläutert. Voraussetzung war damals ein anerkannter Schnelltest eines zugelassenen Prüfinstituts und eine schriftliche Freigabe der zuständigen Marktüberwachungsbehörde. Dieser Schnelltest ist mittlerweile laut Dekra aber nicht mehr erlaubt. Die CPA-Masken können aber nach wie vor bis zum Ende des Ablaufdatums (ein Jahr ab Prüfdatum) – auch für Arbeitgeber – sicher sein und gemäß der Zentralstelle der Länder für Sicherheitstechnik (ZLS) verwendbar bleiben. Diese Masken erfüllen folgende Voraussetzungen:

  • Es gibt einen Aufdruck auf der Maske oder der kleinsten Verpackungseinheit

  • Bezeichnung als „Corona-Pandemie-Atemschutzmaske“ („CPA-Maske“) mit Revisionsnummer des Prüfgrundsatzes (0 bis 2) 


  • Keine CE-Kennzeichnung 


  • Keine Angabe der Norm „EN 149“ 


  • Kein Aufdruck „FFP“ auf der Maske oder Verpackung 


  • Der Hersteller oder Inverkehrbringer ist ersichtlich. 


  • Der Händler muss die Nachweise über die Verkehrsfähigkeit vorweisen können.  


KN95- und N95-Atemschutzmasken

KN95- und N95-Masken sind zwar FFP2-ähnlich, müssen aber nicht die strengen Testanforderungen der europäischen Norm EN 149 erfüllen. Eine Maske mit der Klassifizierung KN95 wird nach dem chinesischen Standard GB2626 geprüft. Eine Maske mit der Klassifizierung N95 wird wiederum nach dem amerikanischen Standard NIOSH geprüft. KN95 und N95 sind der Dekra zufolge in der EU keine verkehrsfähigen FFP2-Masken. Sie können in Deutschland als CPA-Masken verkehrsfähig sein, wenn sie einen CPA-Schnelltest bestanden haben und die Bestätigung der Marktüberwachung vorliegt.
 
Die Dekra weist daraufhin: Es gibt auch verkehrsfähige Masken, die nach mehreren Standards geprüft wurden und häufig auf dem Markt zu finden sind. Sie tragen dann die Angaben für beide Normen: also zum Beispiel „KN95“ und „GB 2626“ sowie „FFP2“ mit Verweis auf „EN 149“ sowie eine CE-Kennzeichnung mit vierstelliger Nummer von einer in der EU anerkannten Benannten Stelle.

Medizinische Masken (OP-Masken)

Medizinische Masken sind keine persönliche Schutzausrüstung (PSA) wie FFP-Masken. Diese sogenannten OP-Masken (wie sie medizinisches Personal wie Ärzte, Krankenschwestern, Hebammen oder Krankenpfleger vor der Corona-Pandemie getragen haben und auch derzeit in vielen Situationen noch immer tragen) bieten zwar Fremdschutz, aber nur geringeren Schutz für den Träger gegen Aerosole und Tröpfen. Sie tragen eine CE-Kennzeichnung als Medizinprodukt auf der Verpackung.  

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