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Datenskandale: Facebook legt Milliarden für Strafzahlungen zurück

25.04.2019 | 10:01 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Facebook könnten seine zahlreichen Datenschutz-Skandale mehrere Milliarden US-Dollar kosten. Mark Zuckerbergs Unternehmen legt schon mal fünf Milliarden US-Dollar zur Seite.

Facebook könnten seine zahlreichen Datenschutz-Skandale mehrere Milliarden US-Dollar kosten. Mark Zuckerbergs Unternehmen legt schon mal fünf Milliarden US-Dollar zur Seite. Das berichtet Spiegel Online.

Hauptgrund ist der Datenskandal um Cambridge Analytica. Das britische Beratungsunternehmen Cambridge Analytica hatte Daten vieler Millionen potenzieller US-Wähler gesammelt und analysiert. Auf Grundlage dieser Daten hatte das Unternehmen dann versucht, das Wählerverhalten durch gezielte Botschaften zu beeinflussen. Bis zu 87 Millionen Facebook-Nutzer waren davon betroffen, darunter auch deutsche Nutzer. Facebook wusste lange Zeit davon, ging jedoch nicht aktiv dagegen vor.

Die US-Handelsbehörde FTC ermittelt deswegen gegen Facebook. Die FTC prüft, ob Facebook dadurch, dass es die Möglichkeit zur Datenweitergabe schuf, gegen eine ältere Vereinbarung mit der FTC aus dem Jahr 2011 verstoßen habe. Damals hatte sich Facebook nach Datenschutz-Verstößen in einem Vergleich dazu verpflichtet, keine Informationen von Nutzern ohne deren Zustimmung weiterzugeben.

Allein für den Datenskandal um Cambridge Analytica legte Facebook im letzten Quartal drei Milliarden US-Dollar für mögliche Strafzahlungen an die FTC zur Seite. Insgesamt hält Facebook aber Strafzahlungen in Höhe von bis zu fünf Milliarden Dollar für möglich. Denn erst vor wenigen Tagen wurde eine weitere Datenschutz-Panne bei Facebook bekannt: Das soziale Netzwerk hatte die Mailkontakte von 1,5 Millionen neuen Facebook-Nutzern ohne deren Zustimmung abgegriffen und auf seine Server hochgeladen.

Den Kurs der Facebook-Aktie beeinträchtigten die Rückstellungen jedoch nicht, sie legte zuletzt deutlich an Wert zu.

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