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Datenpanne: Google Photos schickt private Videos an Fremde

05.02.2020 | 09:28 Uhr | Denise Bergert

Internet-Konzern Google hat versehentlich private Videos von Google-Photos-Nutzern an andere Nutzer geschickt.

Google informiert Nutzer des Foto-Dienstes Google Photos in dieser Woche über eine Datenpanne, die dem Internet-Konzern Ende des vergangenen Jahres unterlaufen ist. Die Panne betrifft den Dienst Google Takeout, über den Nutzer ihre Fotos und Videos von Google Photos herunterladen können. Zwischen dem 21. und 25. November 2019 hat Google Videos von Google-Photos-Nutzern, die auf den Dienst zurückgegriffen haben, versehentlich in den Archiven von anderen Nutzern abgelegt. Die Panne dürften also bei so manchem Nutzer für eine Überraschung gesorgt haben, als im Archiv fremde Clips aufgetaucht sind.

Google informiert betroffene Google-Photos-Nutzer aktuell per E-Mail über den Vorfall. Details, wie viele Nutzer von der Panne betroffen waren oder wie viele Videos in fremden Archiven gelandet sind, legt das Unternehmen jedoch nicht vor. Laut 9to5Google waren weniger als 0,01 Prozent aller Google-Takeout-Nutzer von der Datenpanne betroffen. Da der Dienst jedoch weltweit mehr als eine Milliarde Nutzer zählt, hätte selbst ein kleiner Prozentsatz große Auswirkungen. Google hat das Datenschutz-Problem eigenen Angaben zufolge innerhalb von fünf Tagen gelöst und eine tiefgreifende Fehler-Analyse durchgeführt, so dass eine derartige Panne in Zukunft nicht mehr vorkommen könne.

Der Konzern entschuldigt sich für die dadurch entstandenen Unannehmlichkeiten. Google empfiehlt allen Nutzern, die im Zeitraum der Datenpanne einen Export ihrer Videos und Bilder durchgeführt haben, diesen Export zu löschen und einen erneuten Download über Google Takeout anzustoßen. Der Export aus der betroffenen November-Woche könnte laut dem Konzern unvollständig sein oder Bilder und Videos von fremden Google-Photos-Nutzern beinhalten.

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