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Das neue Napster

23.01.2002 | 16:24 Uhr |

Die kürzlich zum Test freigegebene Betaversion des neuen Napster-Dienstes bietet anders als die bisher vorgestellten Anbieter nicht die Möglichkeit, Lieder online anzuhören, sondern nur Downloads. Allerdings derzeit nur von relativ unbekannten Gruppen, wie ersten Berichten aus dem Kreis der Beta-Tester zu entnehmen ist (der Presse verwehrte Napster bisher jeden Zugang zum Betatest).

In einer Hinsicht steht der neue Napster in der Tradition der klassischen Musiktausch-Börse, die einst die Unterhaltungs-Riesen der ganzen Welt in helle Aufruhr versetzte: Die Musikdateien werden unter den Benutzern getauscht und nicht von einem zentralen Server geladen. Napster spart dadurch die Kosten für die Bereitstellung der Musikdateien.

Allerdings garantiert Napster nicht, dass alle Songs, die theoretisch zugelassen sind, auch tatsächlich immer auf dem PC eines Mitglieds zur Verfügung stehen. Wer das gewünschte Lied nicht findet, weil der Rechner, auf dem es angeboten wird, gerade einmal nicht am Netz hängt, hat Pech gehabt.

Zu den künftigen Gebühren gibt es noch keine offiziellen Angaben von Napster, doch die Vermutungen gehen von fünf bis zehn Dollar pro Monat aus. Betrachtet man das Napster-Modell kritisch, kommt man zu folgendem zugespitzt formulierten Schluss: Napster kassiert von den Benutzern eine Gebühr, damit diese über ihre eigenen Rechner Lieder in das Netzwerk einspeisen und herunterladen können.

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