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Das Intel-Macbook-Air zum Niedrigstpreis von 819 € – ein guter Kauf?

27.11.2020 | 14:45 Uhr | Stephan Wiesend

Das Macbook Air mit M1-Chip ist ein echter Verkaufserfolg, ist deshalb das günstige Intel-Macbook Air deshalb aber ein schlechter Kauf?

Es gibt wohl keinen Zweifel mehr, die neuen Macs mit M1-Chip sind ein Erfolg. Das Macbook Air M1 ist in den Verkaufslisten auf den ersten Plätzen, auch das deutlich teurere Macbook Pro M1 ist sehr beliebt. Offensichtlich hat Apple Silicon die meisten Käufer voll überzeugt. Bestellt man das Macbook Air im Apple Store, erhält man es erst zwischen 14.12 und 21.12 geliefert – kein schlechtes Ergebnis, für eine komplett neue und kaum getestete Plattform.

Das führte aber im Handel auch zu einem Preisverfall des Macbook Air mit Intel-CPU, noch vor kurzem was das Air schließlich einer der beliebtesten Macs. Bei Ebay bietet bei Redaktionsschluss etwa Gravis die Einstiegsversion mit i3-CPU für 819 Euro an (Update: Schon ausverkauft), in Apples Rerfurbished-Store gibt es die Dual-Core-Macbooks für 888 Euro, bei Cyberport für 899 Euro.

Das liegt wohl auch daran, dass Apple keine Macbook Air mit Intel-CPU mehr anbietet, nur Macbook Pro 13-Zoll und Mac Mini mit Intel-CPU bleiben schließlich weiter bei Apple im Angebot. Es handelt sich also um „echte“ Auslaufmodelle, die es wohl nur noch begrenzte Zeit geben wird.

Immer noch ein gutes Notebook?

Das Macbook Air mit Intel-CPU ist aber immer noch ein gutes Notebook, das problemlos die nächsten Jahre nutzbar sein wird. Die i3-CPU ist zwar eher schwachbrüstig, benötigt trotzdem einen Lüfter, die Leistung bei Spielen und Videoschnitt ist mäßig. Nutzt man sein Macbook Air aber vor allem für Büroaufgaben oder für das Studium, ist es für knapp unter 900 Euro ein gutes Angebot.

Ein weiterer Vorteil des Intel-Macbook Air: Alle aktuellen Mac-Programm werden voll unterstützt, auch ältere Versionen und macOS Catalina. Rosetta sorgt auf ARM-Macs zwar für die Lauffähigkeit der meisten Mac-Apps, bei manchen komplexeren Programmen gibt es allerdings doch noch einige Kompatibilitätsprobleme . Probleme soll es etwa mit Adobe Reader oder der Open Broadcaster Software geben, aber auch Steinberg garantiert für seine Audio-Programme keine problemlose Nutzung auf den neuen Macs. Ein weiteres Argument für das i3-Notebook ist die Kompatibilität mit Windows: Nutzbar ist ein Windows-System über Bootcamp aber auch über eine Virtualisierungssoftware wie Parallels oder Fusion. Über diese sind zudem für weitere Betriebssysteme wie Linux und virtuellen Maschinen mit Testumgebungen verfügbar. Nicht zuletzt fällt ein günstiges Macbook Air unter die 800 Euro-Regel, da es (ohne Mehrwertsteuer) unter 800 Euro kostet. Man kann es komplett von der Steuer absetzen, ein teureres Gerät muss man dagegen über mehrere Jahre abschreiben.

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