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Darum geht es

24.01.2003 | 12:45 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Beim Videophone handelt es sich um ein robustes Aktenkoffer-ähnliches Gebilde mit einem Laptop und einer eingebauten Kamera. Mit dem tragbaren Rechner lassen sich die Videos aufzeichnen und bearbeiten. Das Gerät verfügt über ein Paar Satelliten-Schüsseln zur Datenübertragung.

Mit den Live-Videoübertragungen vom Ort des Kampfgeschehens wollen die US-Militärs gegnerischer Propaganda begegnen. Wenn zum Beispiel behauptet wird, US-Truppen hätten versehentlich ein Krankenhaus bombardiert oder Unschuldige getötet, sollen das die Kommandeure vor Ort via Videokonferenz sofort entkräften. Überall dort, wo Journalisten selbst nicht hinkönnen - sei es aus Gründen der militärischen Geheimhaltung oder weil es zu gefährlich ist - sollen die Befehlshaber zeitnah zum Geschehen und unabhängig von Journalisten selbstständig Interviews geben und die Lage vor Ort schildern können. Mit dem Videophone wären auch Gespräche mit Angehörigen von verdeckt operierenden Kommando-Einheiten oder mit Piloten von B-2 "Stealth"-Bombern möglich.

Geräte dieser Art finden bereits beim US-Verteidigungsministerium und bei den amerikanischen Geheimdiensten Verwendung. Aber bisher wurden sie nicht für journalistische Zwecke eingesetzt.

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