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"Darf's ein bisschen mehr sein?"

05.04.2002 | 11:30 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Viele Microsoft-Partner verfuhren aber nach dem Prinzip "darf's ein bisschen mehr sein". In über 30 Prozent der Fälle bekamen die Tester die Standard- beziehungsweise die Professionell-Edition angeboten. Im schlimmsten Fall bedeutet dies, dass der Kunde zirka 250 Prozent zu viel bezahlt hätte. Bestellt der Kunde mehrere Lizenzen, dann kommen schnell ein paar Tausend Euro zu viel bezahlter Gebühren zusammen. Die Anbieter mit der passenden Lizenz boten die Software im Schnitt für 9000 Euro an. Der teuerste Anbieter lag bei 25.000 Euro.

Letztendlich ist mit dieser Situation keinem geholfen: Der Kunde bekommt nicht das Produkt das er eigentlich haben wollte. Der zu teure Anbieter ist gegenüber seinen clevereren Wettbewerbern nicht konkurrenzfähig. Und der Ruf von Microsoft wird auch geschädigt, wenn die ohnehin nicht gerade preiswerten Software-Produkte noch teurer erscheinen.

E-benchmarking empfiehlt Anwendern, genau zu prüfen, ob die angebotenen Produkte den Anforderungen entsprechen.

E-benchmarking untersucht und optimiert seit Jahren Qualität in den Vertriebskanälen von IT-Herstellern. Die oben genannten Ergebnisse sind Auszüge aus einer im April 2002 abgeschlossenen Wettbewerbsanalyse im Computermarkt. Untersucht wurden Vertriebspartner von nahezu allen wichtigen Herstellern der Branche.

Die wahren Gründe für die Entlassung des Microsoft-Präsidenten (PC-WELT Online, 04.04.2002)

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