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DVB-FESTPLATTENRECEIVER

01.03.2004 | 13:41 Uhr |

DVB-FESTPLATTENRECEIVER

Nokia Mediamaster 260T

Anwender, denen das Archivieren aufgezeichneter Sendungen unwichtig ist, sind mit einem Festplatten-Receiver bestens bedient. Der 260T für digitales terrestrisches Fernsehen (DVB-T) kostet 500 Euro und ist ebenfalls in der gleichwertig ausgestatteten Sat- oder Kabel-Version zu bekommen. Seine 80-GBFestplatte speichert bis zu 80 Stunden Video in genau der Qualität, wie sie vom Sender kommt - das variiert je nach Sendung , da Action-Szenen höhere Datenraten benötigen als ein Nachrichtensprecher. Für den Mobilfunkspezialisten Nokia ist es Ehrensache, dass die Set-Top-Box einen Bluetooth-Empfänger enthält. Per Kurzstreckenfunk schicken Foto-Handys mit Bluetooth 1.1 die Bilder aus dem Telefon an den Receiver, der sie anzeigt und speichert. Bis zu 3000 Bilder passen in vier Alben und weitere 16 Ordner und lassen sich sortieren. Für Kurzweil ist gesorgt: Der Receiver hat drei simple Spiele (Snake, Tictactoe und Solitär) intus. Derzeit überflüssig ist der Schacht für ein Common Interface (CI), da weder verschlüsselte Programme via Hausantenne zu empfangen sind noch Premiere unterstützt wird.

INSTALLATION: Der Anschluss gelingt selbst Laien flott: Antenne einstecken, Scart-Kabel mit dem Fernseher verbinden, und AV-Verstärker per Koax-Kabel andocken. Die Installationsroutine leitet schnell und sicher durch Grundeinstellungen und den Sendersuchlauf. Das Bildschirmmenü ist wegen seiner waagerecht rotierenden Navigation zunächst etwas schwer verständlich. Nachdem man sich an die Nokia-Logik gewöhnt hat, kommt man schnell voran. Favoriten etwa speichert man als Programmliste im Hauptmenü für mehrere Benutzer getrennt.

BEDIENUNG: Im elektronischen Programmführer blättert der Anwender mit der schlanken Fernbedienung, die nur die wichtigsten Tasten enthält. Will man eine Aufnahme starten, genügt ein Druck auf "Record". Der Receiver fragt dann, ob er die laufende Sendung oder alternativ eine bestimmte Dauer (15, 30, 45, 60, 120 oder 180 Minuten) mitschneiden soll. Den Testern gefiel besonders die schnelle Reaktionszeit des Receivers: Schon nach drei Sekunden startet der Recorder durch. Das schafft der Nokia deshalb so schnell, weil die Festplatte nach dem Einschalten sofort mitläuft, gleichgültig, ob sie gerade aufnimmt oder nicht. Zusammen mit dem eingebauten Lüfter produziert sie ein deutlich hörbares Rauschen, das während stiller Filmsequenzen auffällt. Zickig gibt sich der Recorder während laufender Aufnahmen. Der Zuschauer darf pausieren, aber schneller Vor- und Rücklauf stehen erst zur Verfügung, wenn die Aufnahme abgeschlossen ist. Danach versöhnt der Nokia mit einer Anzeige in Zeitlupe oder mit bis zu 32facher Geschwindigkeit. Ebenfalls rasend schnell arbeitet der Videotext: Mit ihm blättert der Benutzer so schnell wie in einem Fernseher mit 1000-Seiten-Speicher.

QUALITÄT Live-Bild und Aufnahmen lassen keine Wünsche offen. Natürlich sind Programme mit geringer Datenrate pixelig, Aufnahmen von populären Sendern wie ARD, ZDF, RTL oder ProSieben erscheinen jedoch in sehr guter Qualität auf dem Bildschirm.

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