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DJI: USA verhängen Lieferstopp für US-Technik an Drohnenhersteller

21.12.2020 | 09:51 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Die USA haben DJI, den größten Drohnenhersteller der Welt, auf ihre schwarze Liste gesetzt. US-Firmen dürfen keine Technik mehr an DJI liefern.

Nach Huawei und ZTE haben die USA nun auch DJI auf ihre schwarze Liste – die sogenannte US Department of Commerce’s Entity List – gesetzt, wie The Verge berichtet . DJI ist der weltgrößte Hersteller von Drohnen.

Das US-Handelsministerium ("Department of Commerce") hat DJI auf die Liste der Firmen gesetzt, die keinen oder nur erschwerten Zugang zu US-Technologien bekommen dürfen. US-Unternehmen dürfen den auf dieser Liste stehenden Firmen keine Produkte wie Prozessoren oder auch Software (beispielsweise das Android-Betriebssystem von Google) verkaufen beziehungsweise nur mit Sondererlaubnis verkaufen. Die wohl bekanntesten Vertreter aus der Volksrepublik China auf dieser Liste sind Huawei und ZTE. Mit DJI landete nun ein weiterer bekannter Name auf besagter Liste.

Im Falle von Huawei und ZTE waren Spionagevorwürfe der Grund für das harte Vorgehen der USA. Bei DJI liegt der Fall laut Spiegel Online anders. Die USA werfen DJI vor „gemeinsam mit AGCU Scientech, China National Scientific Instruments and Materials (CNSIM) und der Kuang-Chi Group die ‚missbräuchliche Sammlung und Analyse von genetischen Daten sowie Hightechüberwachung ermöglicht zu haben‘“, wie der Spiegel schreibt. DJI wurde in der Vergangenheit außerdem mit der Lieferung von Drohnen an die chinesische Polizei in Verbindung gebracht. Und zwar ausgerechnet in der chinesischen Provinz, in der China hart gegen die Uiguren vorgehen soll.

In den USA kann man die beliebten Drohnen von DJI aber weiterhin kaufen, wie die US-IT-Nachrichtenwebseite The Verge berichtet . Fraglich ist nur, ob DJI seine Drohnen auch weiterhin bauen kann, wenn US-Chips dafür fehlen.






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