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DHL schlägt Microsoft: Neuer Spitzenreiter bei Phishingmails

18.01.2022 | 14:59 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Täglich starten Cybergangster neue Phishingattacken. Das sind die bekanntesten Unternehmen, die am häufigsten zur Tarnung missbraucht werden.

Microsoft ist nur noch Zweiter - im Ranking der Marken, die am häufigsten für Phishingangriffe missbraucht werden. Das berichtet die auf Sicherheitsmeldungen spezialisierte US-IT-Nachrichtenseite Bleeping Computer basierend auf einer Auswertung des Sicherheitsunternehmens Check Point.

Demnach war DHL im vierten Quartal 2021 die Marke, die am häufigsten für Phishing-Angriffe missbraucht wird: 23 Prozent aller weltweiten Phishingangriffe tarnten sich als Nachrichten des bekannten Paketlieferdienstes. Die Beliebtheit von DHL bei Cybergangstern zur Tarnung von Phishingangriffen bestätigen auch einige jüngere Phishingwellen aus Deutschland. Der Grund dafür dürfte auf der Hand liegen: Seit dem Ausbruch der Covid-19-Pandemie werden wegen des boomenden Online-Handels deutlich mehr Pakete zugestellt. Zudem liegen der Black Friday, der Cyber Monday und die Weihnachtsfeiertage im vierten Quartal. Damit steigt also die Wahrscheinlichkeit, dass man eine Paketbenachrichtigung von DHL erhält. Und das nutzen Cybergangster aus, um Opfer in die Falle zu locken. Hier finden Sie ein aktuelles Beispiel für DHL-Phishing.

Microsoft, das zuvor am häufigsten zur Tarnung von Phishingangriffen missbraucht wurde, liegt nun mit 20 Prozent Anteil an allen weltweiten Phishingangriffen auf Platz 2; hier ein Beispiel dafür. Amazon, dessen Name auch in Deutschland öfter für Phishingangriffe herhalten muss, liegt in diesem Ranking auf Platz 6 mit 4 Prozent Anteil an den Phishingmails; auch hierzu gibt es ein aktuelles Beispiel. Paypal kommt auf 2 Prozent Anteil und belegt damit den 9. Platz; hier ein aktuelles Beispiel für Paypal-Phishing.

Das vollständige Ranking der „Top Phishing Brands in Q4 2021“ können Sie hier einsehen.

So schützen Sie sich

Wenn Sie eine Mail von einem Paketlieferdienst erhalten, überlegen Sie sich immer, ob Sie überhaupt eine Paketlieferung erwarten. Klicken Sie im Idealfall nicht auf Links, die in den Mails oder SMS enthalten sind, sondern suchen Sie die offiziellen Webseiten mit einer Suchmaschine und öffnen Sie diese dann im Browser. Dort können Sie auf den entsprechenden Formularseiten in der Regel Trackingcodes für Paketsendungen eingeben und diese nachverfolgen.

Hier ein Überblick über die wichtigsten Phishingmails der letzten Monate:

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