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Cyberpunk 2077: Polnische Regierung überwacht Updates

11.01.2021 | 16:11 Uhr | Denise Bergert

Das Polnische Amt für Wettbewerb und Verbraucherschutz überwacht, wie Entwickler CD Project Red mit der Kundenzufriedenheit bei "Cyberpunk 2077" umgeht.

Neben zahlreichen unzufriedenen PlayStation-4- und Xbox-One-Besitzern sowie klagenden Aktionären sieht sich Entwickler CD Projekt Red nun auch noch mit dem Polnische Amt für Wettbewerb und Verbraucherschutz (UOKiK) konfrontiert. Die Regierungsbehörde will künftig überwachen , in welchem Umfang und mit welcher Regelmäßigkeit das Studio Patches und Updates für "Cyberpunk 2077" auf Konsolen veröffentlicht. 

Laut der UOKiK-Sprecherin Małgorzata Cieloch soll CD Projekt Red gegenüber der Behörde erklären, was beim Launch von "Cyberpunk 2077" auf PlayStation 4 und Xbox One schief gelaufen ist und wie das Unternehmen das Spiel auf diesen Plattformen durch Updates reparieren will. UOKiK will außerdem prüfen, wie CD Projekt Red mit unzufriedenen Kunden umgeht, die ihr Geld zurückfordern. Sollte die Behörde mit der Arbeit des Entwicklers nicht zufrieden sein, könnte das Studio zu einer saftigen Geldstrafe in Höhe von zehn Prozent seiner Jahreseinnahmen verdonnert werden. Selbst mit den 13 Millionen verkauften Spielen zum Launch von "Cyberpunk 2077" wäre das für das Unternehmen ein hoher Preis.

Der Launch von "Cyberpunk 2077" endete für das Unternehmen in einem Fiasko. Während PC-, PS5- und Xbox-Series-X- nicht allzu viele Gründe für Beschwerden hatten, war der Open-World-Titel auf PlayStation 4 und Xbox One durch Bugs und Performance-Probleme nahezu unspielbar . Verbraucherschützer, Investoren und enttäuschte Gamer werfen dem Unternehmen vor, Kunden absichtlich in die Irre geführt zu haben. CD Projekt Red startete daraufhin ein Rückerstattungsprogramm. In Sonys PlayStation Store ist der Titel mittlerweile nicht mehr erhältlich . Der Entwickler versucht inzwischen weiterhin, die gröbsten Bugs und Fehler mit Updates zu beheben.

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