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Curiosity wird von NASA aus dem Home Office gesteuert

15.04.2020 | 17:22 Uhr | Michael Söldner

Der Mars-Rover Curiosity muss aufgrund der Coronakrise von den Mitarbeitern der NASA in Heimarbeit gesteuert werden.

Auch die Mitarbeiter der NASA sollen aufgrund der Coronakrise von Zuhause aus arbeiten. Dies scheint besser zu funktionieren als erwartet. Sogar für die Steuerung des Mars-Rovers Curiosity braucht es offenbar keine Kommandozentrale. Stattdessen kann der 193 Millionen Kilometer entfernte Roboter aus dem Wohnzimmer der Mitarbeiter über die Marsoberfläche navigiert werden. Sogar die Entnahme einer Bodenprobe mit einer vorangegangenen Bohrung konnte laut NASA in Heimarbeit vorgenommen werden. Zwar lasse sich der Rover mit normalen Rechnern steuern, die normalerweise eingesetzten Brillen erfordern jedoch zusätzliche Rechenleistung und mussten in der NASA-Zentrale verbleiben. Für den aktuellen Notfall greifen die Techniker daher auf 3D-Brillen zurück, die zwar nicht so immersiv seien, aber dennoch die Bewegung der Arme des Rovers ermöglichen.

Normalerweise seien bis zu 20 Menschen in der Zentrale anwesend, dazu kommen Dutzende Mitarbeiter, die entfernt arbeiten. Die Heimarbeit erfordere nun jedoch viele Videokonferenzen, Messenger-Apps und unzählige Chat-Kanäle. Dennoch könne der normale Arbeitstag mit ein bis zwei Stunden zusätzlicher Organisation bewältigt werden. Der Mars-Rover sei ebenfalls so produktiv wie vor der Coronakrise. Auch der NASA sei der Umstieg auf Heimarbeit schwer gefallen. Durch die enge Zusammenarbeit sei dies aber dennoch möglich. Letztlich handle es sich um ein typisches Problem, welches von den Mitarbeitern ein Umdenken erfordert. Der Mars stehe schließlich nicht still.

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