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Coronavirus Live-Tracker: Kontaktverbot in Deutschland verlängert

02.04.2020 | 11:44 Uhr | Panagiotis Kolokythas

Bund und Bundesländer haben das in Deutschland wegen der Coronakrise geltende Kontaktverbot verlängert.

Die Zahl der Coronavirus-Opfer ist in den vergangenen Tagen nochmals stark angestiegen. Bayern hat am Montagvormittag die seit dem 21. März geltenden Ausgangsbeschränkungen bis zum 19. April 2020, dem Ende der Osterferien, verlängert. Kurze Zeit später verlängerten der Bund und die Bundesländer die in Deutschland geltenden Regeln für ein Kontaktverbot bis mindestens zum 19. April 2020. Alle Bürger und Bürgerinnen werden dazu aufgefordert, auch in den Osterferien und über die Osterfeiertage alle geltenden Regeln für das Kontaktverbot einzuhalten und damit auch auf Reisen zu verzichten.

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Weiter steigende Zahl an Infizierten und Toten

Laut dem Live-Tracker der Johns Hopkins Universität wurden bisher weltweit 938.373 Infizierte registriert (Stand: 02. April, 09:30 Uhr), davon 216.000 in den USA. Auf den weiteren Plätzen landen Italien (110.574 Fälle), Spanien (104.118 Fälle), China (82.394 Fälle) und Deutschland (77.981 Fälle).

Die Anzahl der Toten liegt bei derzeit 47.273. Die meisten Opfer hat Italien mit 13.155 Toten zu beklagen, in Spanien sind es 9.387 Tote.

In Deutschland hat sich die Zahl der Infizierten laut der Johns Hopkins Universität auf mittlerweile über 77.000  erhöht, damit landet  Deutschland auf Platz 5 der weltweit am stärksten vom Coronavirus betroffenen Ländern. Die Zahl der Todesopfer in Deutschland hat sich auf 931 erhöht. Knapp 18.700 Menschen wurden hierzulande nach einer Infektion wieder gesund.

Das Robert-Koch-Institut meldet für Deutschland bisher 73.522 Infektionen bundesweit (Stand: 2. April, 8:10 Uhr). Die meisten Todesopfer melden Bayern (268), Baden-Württemberg (241) und Nordrhein-Westfalen (161). Experten gehen weiterhin davon aus, dass die Zahlen über die nächsten Tage steigen werden, bis die in Deutschland geltenden Maßnahmen zur Pandemie-Eindämmung dann Wirkung zeigen.

USA rechnet mit über 100.000 Toten in der Coronakrise

Dramatische Nachrichten kommen weiterhin auch aus den USA: Die Zahl der Infizierten und Toten steigt massiv. US-Präsident Donald Trump hat ebenfalls seine Ansicht über die Ausmaße der Pandemie geändert und warnt nun mittlerweile davor, dass es in den USA weit über 100.000 Todesopfer geben könnte. Andere Experten gehen sogar von deutlich mehr Todesfällen aus.

In Deutschland gilt derzeit Kontaktverbot

Die Bundesregierung hatte gemeinsam mit den Bundesländern entschieden, dass es zumindest vorerst keine Ausgangssperre geben wird. Stattdessen gelten in ganz Deutschland strenge gelten, die als "Kontaktverbot" bezeichnet werden. Hinzu kommen die in einzelnen Bundesländern und Regionen geltenden zusätzlichen Einschränkungen des öffentlichen Lebens.

Untersagt sind:

  • Zusammenkünfte und Ansammlungen in der Öffentlichkeit von mehr als 2 Personen

Von dieser Regel gibt es diese Ausnahmen:

  • Verwandte, Ehegatten, Lebenspartner sowie in häuslicher Gemeinschaft lebende Personen

  • Begleitung minderjähriger und unterstützungsbedürftiger Personen

  • Zwingend notwendige Zusammenkünfte aus gesellschaftlichen, beruflichen und dienstlichen sowie aus prüfungs- und betreuungsrelevanten Gründen

  • Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel

  • Beerdigungen

Alle Geschäfte und Restaurants müssen schließen. Ausnahmen gibt es hier für Gastronomiebetriebe, die das Essen auch liefern oder einen Take-Away-Service anbieten. Und natürlich auch für alle Supermärkte, Drogerien, Apotheken, Bäckereien, Banken, Anbieter medizinischer Leistungen, usw.

Personen sollten in der Öffentlichkeit mindestens einen Abstand von 1,5 Metern halten.

So reagieren die deutschen Behörden bisher auf den neuartigen Coronavirus

Aufgrund der Entwicklung der Corona-Epidemie haben das Bundesgesundheitsministerium und das Bundesinnenministerium einen Krisenstab eingerichtet. Dessen Ziel ist es, die Bevölkerung so gut wie möglich zu schützen und die Epidemie so weit wie möglich einzudämmen. Weiterhin besteht aber kein Grund zur Panik. Der Bevölkerung wird empfohlen, sich über das Corona-Virus zu informieren und entsprechende Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen. Aktuelle Informationen rund um die Epidemie finden Sie auf dieser Seite bei Infektionsschutz.de der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und auf dieser Seite des Robert Koch-Instituts.

Das Gesundheitsministerium von NRW bietet auch diese Informationen zum Corona-Virus in leichter Sprache als PDF-Dokument zum Download an. Wer eine Reise plant, erhält auf dieser Seite des Auswärtigen Amtes die aktuellen Reise- und Sicherheitsinformationen. Das Robert-Koch-Institut hat Provinzen und Gebiete in China, Iran, Südkorea und Italien zu "internationalen Risikogebieten" erklärt.

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So schützen Sie sich vor dem Coronavirus

Empfohlen wird der Bevölkerung unter anderem folgendes Verhalten, um sich vor einer Ansteckung zu schützen. Es sind die gleichen Regeln, die auch für den Schutz vor einer Ansteckung durch Grippeviren gelten:

  • Husten und niesen Sie nicht in die Hand, sondern in die Armbeuge

  • Waschen Sie regelmäßig die Hände

  • Fassen Sie sich nicht mit den Händen ins Gesicht

  • Halten Sie mindestens einen Abstand von 1 bis 2 Metern zu Infizierten

  • Melden Sie sich telefonisch bei Ihrem Arzt, falls Sie Grippe-Symptome haben

Was ist Covid-19?

Die neue Variante des Corona-Virus verbreitete sich in China Ende 2019 zunächst in der chinesischen Region Wuhan. Am 9. Januar 2020 warnte dann schließlich die Weltgesundheitsorganisation (WHO) vor dem Virus, das bei den Infizierten zu einer Erkrankung führen kann, die der Lungenentzündung ähnelt und die tödlich enden kann. In dem laufend aktualisierten Dashboard werden alle weltweit verfügbaren Informationen über 2019-nCoV gesammelt und übersichtlich dargestellt.

2019-nCoV gehört zu der Familie der Corona-Viren, die zu diversen Erkrankungen führen können, darunter harmlose Virenerkrankungen, aber auch tödlich endende Infektionen wie bei SARS (Schweres Akutes Respiratorisches Syndrom), welches Ende 2002 in der chinesischen Provinz Guangdong auftrat.

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