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Coronavirus: Google aktiviert SOS-Alert in Suchanfragen

31.01.2020 | 13:29 Uhr | Panagiotis Kolokythas

Auch Google reagiert auf die Coronavirus-Epidemie und hat den SOS-Alert auf seiner Suchseite aktiviert.

In Abstimmung mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Google nun wegen des Coronavirus den SOS-Alert auf seiner Website aktiviert. Die WHO hatte wenige Stunden zuvor die internationale Notlage ausgerufen . Der SOS-Alert soll sicherstellen, dass die Menschen bei Suchanfragen zum Thema Coronavirus mit den wichtigsten Informationen rund um den Virus versorgt werden. Dazu ändert Google für diese und ähnliche Suchanfragen die Funktionsweise seiner Suchmaschine. Es werden quasi nur noch ausgewählte Inhalte angezeigt und nicht mehr die klassischen Suchergebnisse. Letztendlich hilft dieser SOS-Alert auch dabei, dass nicht Fehlinformationen verbreitet werden können, die bei Google-Nutzern zur Panikmache führen könnten.

Auf der deutschen Google-Seite konnten wir den SOS-Alert bei Coronavirus-Suchanfragen noch nicht entdecken, er dürfte aber demnächst auch hier aktiviert werden. Auf der US-Google-Seite erhalten Nutzer einen entsprechenden Hinweis über den Suchergebnissen, in denen auf den SOS-Alert hingewiesen wird. Anschließend folgen aktuelle Nachrichten zu diesem Thema von seriösen Medien, Tweets von offiziellen Stellen und Links mit weiterführenden Informationen und Sicherheits- und Hygienetipps. Anschließend folgen passende Suchergebnisse, die ebenfalls von Google-Mitarbeitern kuratiert sind. Deutschsprachigen Nutzern wird beispielsweise diese Seite des Bundesministeriums für Gesundheit empfohlen, auf der sich aktuelle Informationen zum Coronavirus befinden.

In der Vergangenheit gab es nur fünf Fälle, in denen die WHO zu einem solchen Schritt gezwungen war: Im Jahr 2009 wegen des H1N1-Virus, im Jahr 2014 wegen Polio, im gleichen Jahr wegen des Ebola-Ausbruchs in Westafrika, im Jahr 2016 wegen dem Zika-Virus und im Jahr 2019 wegen des Ebola-Ausbruchs im Kongo.

Der WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus erklärte auf Twitter zur Krise: "Jetzt ist die Zeit für Fakten und nicht Angst. Dies ist die Zeit für Wissenschaft und nicht für Gerüchte. Dies ist die Zeit für Solidarität und nicht für Stigmata."  Er wies auch darauf hin, dass es jetzt nicht um Zahlen gehe, sondern man sich daran erinnern müsse, dass es um Menschen gehe. Die Verkündung der internationalen Notlage soll die Anstrengungen in der Bekämpfung des Coronavirus (2019-nCoV) konzentrieren.

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