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Corona sorgt erst 2021 für Verspätungen bei Games

14.05.2020 | 18:43 Uhr | Michael Söldner

Für das kommende Jahr erwartet Xbox-Chef Phil Spencer durch Corona größere Auswirkungen auf die Spiele-Industrie.

Bislang schien die Videospiele-Industrie trotz Coronavirus-Pandemie relativ stabil: Sowohl Microsoft als auch Sony halten am geplanten Start ihrer neuen Konsolen vor Weihnachten fest. Auch weiterhin erscheinen neue Spiele oder werden von den Entwicklern im Home-Office mit neuen Updates versorgt. Für das kommende Jahr erwartet Xbox-Chef Phil Spencer aber größere Auswirkungen der Krise auf die Branche . Spencer geht von deutlich mehr Verschiebungen aus, der Grund ist einfach.

Während die für Sommer und Herbst geplanten Spiele schon zum Großteil fertiggestellt sind, müsste die Produktion für Titel des Jahres 2021 eigentlich auf Hochtouren laufen. Teile der Entwicklung lassen sich auch aus dem Home-Office mit virtuellen Teams bewerkstelligen. Doch die Kontaktbeschränkungen weltweit lassen Arbeitsschritte wie Motion Capturing kaum noch zu. Ähnlich verhält es sich mit Audio-Arbeiten wie das Einsprechen von Texten oder das Einspielen der Musik durch Orchester. Hier würden viele Studios aktuell aufgehalten. Am stärksten betroffen seien dabei Sportspiele wie Madden oder FIFA. Hier können Motion-Capturing-Aufnahmen nicht durch eine Person erstellt werden, sondern nur durch Gruppen von Personen, was durch die Pandemie momentan nicht möglich ist. Entsprechend müssen sich Spieler wohl auf Verschiebungen von Spielen einstellen, die eigentlich 2021 erscheinen sollten.

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