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Corona-App soll schon nächste Woche kommen

08.06.2020 | 11:13 Uhr | René Resch

Die Corona-Tracing-App soll es schon ab nächster Woche geben. Daten sollen dabei anonymisiert und dezentral verarbeitet werden.

Die besagte Corona-App soll es jetzt wohl bald geben, wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bekanntgab. "Wir werden die App im Laufe der nächsten Woche vorstellen."

Die App muss dabei auf mobilen Endgeräten installiert werden. Dann könne sie auch messen, "wenn man mit dem Smartphone Musik hört", so Spahn in einem Zeitungsinterview der Rheinischen Post.

Ursprünglich sollte die App bereits im April fertig sein. Durch "hohe Anforderungen" an die Software konnte die App allerdings nicht so zeitnah realisiert werden. Wie Spahn betonte, müsse die App die strengen Vorgaben hinsichtlich Datenschutz und Energieeffizienz erfüllen. "Eine App, die in wenigen Stunden den Akku des Handys leerzieht, nutzt keiner". Der Bundesgesundheitsminister wolle verhindern, dass die App von den Bürgern wieder gelöscht werde, weil sie zu viel Akku verbraucht.

Der Kampf gegen das Virus ist Teamarbeit

"Wenn wir in den kommenden Wochen einige Millionen Bürger von der App überzeugen, dann bin ich schon zufrieden", sagte Spahn. Weiterhin appellierte er an eine gewisse Teamarbeit, um das Virus einzudämmen. Denn jeder, der die App herunterlädt und nutzt, helfe mit. Die Bundesregierung wird zudem in einer breitgefächerten Kampagne für die App werben.

Mit der Tracing-App soll man Infektionsketten des Coronavirus besser erkennen und verhindern können, dass bei kommenden Lockerungen im Alltag die Ausbreitung des Virus nicht wieder zu stark ansteigt. Nutzer können in der App angeben, wenn sie sich mit dem Erreger infiziert haben. Andere Nutzer, die sich in der Nähe des Infizierten aufgehalten haben, werden darüber informiert. Die Daten sollen dabei anonymisiert und dezentral verarbeitet werden, dafür entschied sich die Bundesregierung bereits Ende April.

Es gibt keinen Zwang

Natürlich sei die App auch kein Wundermittel gegen das Virus. "Sie ist aber ein weiteres, wichtiges Werkzeug, um die Infektionszahlen niedrig zu halten", so Spahn. Eine gesetzliche Grundlage für die App wurde seitens des Gesundheitsministers mit Verweis auf die Datenschutzgrundverordnung abgelehnt.

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