2651136

Core i9-12900KS: Intels "schnellste Desktop-CPU" ab 5. April erhältlich

29.03.2022 | 15:25 Uhr | Sebastian Schenzinger

Mit bis zu 5,5 GHz auf zwei Rechenkernen kündigt Intel mit dem Core i9-12900KS die laut eigenen Angaben schnellste Desktop-CPU an. Die Sonderausgabe des Core i9-12900K soll den Gaming-Thron gegen AMDs anstehenden Ryzen 7 5800X3D durch sehr hohen Taktraten verteidigen.

Bereits auf der CES 2022 Anfang des Jahres hat Intel den Core i9-12900KS erstmals vorgestellt . Rund drei Monate später soll die Sonderausgabe des Core i9-12900K (zum Testbericht)   am 5. April für 739 US-Dollar auf den Markt kommen, wie aus der offiziellen Mitteilung des Herstellers hervorgeht. Mit bis zu 5,5 GHz auf zwei Rechenkernen dank der durch den Core i9-11900K bereits bekannten Features Thermal Velocity Boost (TVB) und Adaptive Boost Technology (ABT), will Intel den Gaming-Thron gegen AMDs für den 20. April angekündigten Ryzen 7 5800X3D verteidigen.

Hohe Taktraten gegen gestackten L3-Cache, wir sind gespannt, wer aus diesem Duell als Sieger hervorgehen wird.

Intel Core i9-12900KS im Detail

Die meisten Details zum Core i9-12900KS waren bereits bekannt, mit der jüngsten Ankündigung hat Intel diese noch mal bestätigt. So handelt es sich bei der "neuen" CPU um eine Sonderausgabe des Core i9-12900K  mit jeweils acht Performance- und Efficient-Cores, 24 Threads und 30 MB Intel Smart Cache. Um höhere Taktraten und damit einhergehend mehr Leistung zu erzielen, dürfte Intel die Special Edition einerseits selektieren und bedient sich andererseits der bereits durch Rocket Lake bekannten Technologien TVB und ABT. Dank dem Thermal Velocity Boost (TVB) kann der Core i9-12900KS auf zwei Rechenkernen bis zu 5,5 GHz erreichen, sofern eine vorgegebene Temperaturgrenze nicht überschritten wird. Deutlich größere Auswirkungen dürfte aber die Intel Adaptive Boost Technology (ABT) haben.

Intel Core i9-11900K: Boost-Technologien im Überblick
Vergrößern Intel Core i9-11900K: Boost-Technologien im Überblick
© Intel

Während der Turbo Boost 3.0 oder der TVB nur im Rahmen der gegebenen Power-Limits Processor Base Power (PBP) und Maximum Turbo Power (MTP) greifen, hebelt die ABT diese Limits vollkommen aus. Das bedeutet, dass – sobald die Funktion im BIOS aktiviert wurde – sich die CPU "unbeschränkt" viel Leistung genehmigen kann, wobei die Grenze hier im Regelfall durch die Abwärme, welche der verwendete Kühler abführen kann, bestimmt wird. Durch diese Funktion lassen sich mit dem Core i9-12900KS auf allen Kernen höhere Taktraten als mit dem Core i9-12900K erreichen, eine potente Kühlung vorausgesetzt, und zwar ohne die CPU manuell übertakten zu müssen. Großer Vorteil ist, dass diese Vorgehensweise durch die offiziellen Spezifikationen abgedeckt ist und die dreijährige Garantie dementsprechend nicht verloren geht. Großer Nachteil dürfte sein, dass die Leistungsaufnahme für nur ein paar Prozent mehr Performance exponentiell ansteigen dürfte und aus dem im Regelfall recht effizienten Core i9-12900K einen regelgerechten "Säufer" bei Vollauslastung machen könnte.

CPU-Benchmark 2022: AMD Ryzen oder Intel Core i Prozessor? Der Ranglisten-Vergleich

Konkrete Werte zu den Taktraten und der Leistungsaufnahme hat Intel jedoch leider nicht genannt. Bekannt ist nur, dass sich die PBP von 125 Watt auf 150 Watt erhöht hat, wohingegen die MTP nach wie vor bei 241 Watt liegt. Aber diese Power Limits haben beim Einsatz der ABT sowieso keine Bedeutung mehr. Für die bestmögliche Performance empfiehlt Intel ein Mainboard mit Z690-Chipsatz und der aktuellsten BIOS-Version.

Preis und Verfügbarkeit

Der Intel Core i9-12900KS soll ab dem 5. April bei den Händlern verfügbar sein. Der Preis hat es jedoch in sich, diesen gibt der Hersteller mit 739 US-Dollar an. Der Core i9-12900K kostete im Vergleich dazu zum Release 589 US-Dollar und damit 150 US-Dollar weniger.

In Deutschland waren für den 12900K zum Marktstart mindestens 679 Euro fällig, mittlerweile ist die CPU im Preisvergleich ab 577 Euro gelistet. Intel lässt sich die Sonderausgabe auf jeden Fall fürstlich entlohnen, wir rechnen hierzulande mit Preisen von über 800 Euro zum Release. Der Ryzen 7 5800X3D, welcher dem Core i9-12900KS die Gaming-Krone strittig machen will, beginnt dagegen bei 449 US-Dollar. 

CPU

Cores / Threads

P-Cores

E-Cores

L2 + L3 Cache

PBP /MTP

UVP

Core i9-12900KS

8P + 8E / 24T

3,4 bis 5,5 GHz

2,5 bis 4,0 GHz

14 + 30 MB

150 / 241 W

739$

Core i9-12900K

8P + 8E / 24T

3,2 bis 5,2 GHz

2,4 bis 3,9 GHz

14 + 30 MB

125 / 241 W

589$

PC-WELT Marktplatz

2651136