Channel Header
65302

Cool bleiben: Wasserkühlung für alle Hitzköpfe

07.01.2006 | 08:05 Uhr | Michael Schmelzle

Bereits im Ruhezustand saugt unsere Höllenmaschine gut 340 Watt aus dem Netzteil. Die exorbitante Verlustleistung lässt sich mit AMDs Energiesparmodus Powernow immerhin auf knapp 280 Watt drücken. Dazu war ein Bios-Update von Version 1.02 auf 1.03 notwendig. Erst dann können Sie die Energiesparoption im Bios aktivieren. Unter Last sind es in der Spitze allerdings bis zu 585 Watt - gemessen während des Quake-4-Benchmarks im SMP-1-Modus -, ein kraftvolles Netzteil ist für den stabilen Betrieb daher Pflicht. Wir haben uns für das 660-Watt-Netzteil Enermax EG851AX-VH(W) 660W entschieden.

Das Netzteil hat allein vier 12-Volt-Versorgungsleitungen die zusammen 40 Ampere bei maximal 480 Watt zur Verfügung stellen. Die 3,3- respektive 5-Volt-Stromschiene liefert bis zu 38 beziehungsweise 42 Ampere. Damit erfüllt das 660-Watt-Monster locker die hohen Anforderungen für den SLI-Betrieb von Nvidias Spitzengrafikchips. Die beiden Temperatur-gesteuerten 80-Millimeter-Lüfter sind - obwohl sie kaum hörbar rotieren - gleich nach dem Betriebsgeräusch der DVD-Brenner die lautesten Komponenten unserer Höllenmaschine.

Bei der hohen Leistungsaufnahme ist eine gute Kühlung der hitzigsten Komponenten geboten. Diese Aufgabe übernimmt die Innovatek-Wasserkühlung mit passivem Konvekt-O-Matic Ultra und Dual Radiator . Das Hochleistungskühlsystem leitet die Abwärme des CPUs- und Grafikkarten-Duos sowie der sechs Festplatten fast lautlos ab.

Eine hervorragende Wärmeleitfähigkeit hat die Bodenplatte des CPU-Kühlers Innovatek XX-Flow rev2.0, sie besteht aus vernickeltem Reinstkupfer. Prototyp: Eine verbesserte Version des Grafikchipkühlers Cool-Matic G70 kommt bei den brandneuen Nvidia-GPUs zum Einsatz – schließlich gilt es, insgesamt ein Gigabyte Grafikspeicher effektiv zu kühlen.

Für die Systemüberwachung zeichnet sich der Fan-O-Matic PRO - USB von Innovatek verantwortlich. Er verfügt über 31 Aus- und Eingänge und kontrolliert in unserem Super-PC unter anderem die Temperatur der CPUs, Grafikchips und Festplatten sowie Kühlungsparameter wie Wärmeaustausch und Flussleistung. Zudem besitzt der Steuercomputer einen komplexen Timer, etwa für die Fernwartung. Für die Farbuntermalung sorgen zwei Leuchtkörper, die den PC in einen roten und blauen Bereich unterteilen.

Messwerte empfängt der Fan-O-Matic PRO USB beispielsweise vom ESV Inline Wassertemperaturfühler, der in unserem Superrechner an zwei Stellen die Temperatur der Kühlflüssigkeit (destilliertes Wasser und Korrosionsschutzflüssigkeit im Verhältnis 4 : 1) bis auf eine Nachkommastelle genau ermittelt. Die Durchflussmessturbine FlowMeter rev2.0 hingegen misst bis auf zwei Nachkommastellen die Durchflussgeschwindigkeit der Wasserkühlung in Litern pro Minute, bevor es in den Ausgleichsbehälter und zur Pumpe geht.

PC-WELT Marktplatz

0 Kommentare zu diesem Artikel
65302