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Comeback: CDs und Vinyls plötzlich beliebter als iTunes Music

01.03.2019 | 15:20 Uhr | Michael Söldner

Schallplatten und CDs erzeugten in den USA im vergangenen Jahr höhere Umsätze als digitale Musikverkäufe.

Streaming-Dienste wie Spotify oder Deezer dominieren den Musikmarkt. Das war nicht immer so: Noch vor wenigen Jahren war Apples Verkaufsplattform iTunes für einen Großteil der Umsätze verantwortlich. Der ehemalige Platzhirsch iTunes muss sich nun sogar den totgeglaubten Medien Schallplatte und CD geschlagen geben. Laut CNET waren digitale Musikverkäufe im vergangenen Jahr nur für elf Prozent der US-Umsätze verantwortlich. CDs und Schallplatten bestritten zusammen im gleichen Zeitraum zwölf Prozent der Umsätze. Der Übermacht der Streaming-Anbieter, die für 75 Prozent der Einnahmen verantwortlich sind, müssen sich aber alle anderen Vertriebswege für Musik geschlagen geben.

Noch 2015 hielten sich die mit digitalen Downloads und Streaming generierten Umsätze mit knapp 34 Prozent die Waage. Die Beliebtheit von Apple Music oder Spotify sorgte in den vergangenen Jahren zu einem Wechsel hin zu Streaming-Diensten. Dennoch dürften die steigenden Umsätze mit den Verkäufen von Schallplatten und CDs viele überraschen: Allein in USA sorgten beide Medien 2018 für Umsätze in Höhe von knapp 10 Milliarden US-Dollar. Der Verkauf digitaler Musik über das Internet sank hingegen um 26 Prozent auf einen Umsatz von einer Milliarde US-Dollar. Offenbar gibt es ein immer größeres Interesse an Musik, die physisch besessen und genutzt werden kann.

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