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Standard-Links: Icons & Co und Web-Favoriten

15.04.2005 | 16:44 Uhr | Hermann Apfelböck, David Wolski, Christian Löbering

3. Icons, Fenstermodus, Hotkeys und Argumente

Über die „Eigenschaften“ einer Verknüpfung können Sie mit Hilfe von Parametern das Erscheinungsbild und das Startverhalten eines Programms individuell anpassen.

Während Sie bei einer Excel-Tabelle oder einem Kommandozeilen-Tool keine Möglichkeit haben, ein individuelles Icon zu vergeben, ist das über einen Link zur betreffenden Datei kein Problem: Über „Eigenschaften, Verknüpfung, Anderes Symbol“ erhalten die Tasks ein sprechendes Symbol unabhängig vom Dateityp. Die weitere Option „Ausführen“ oder „Anzeigen in“ (Windows 98) bestimmt den Fenstermodus. Für Kommandozeilen- Tools oder Batchdateien, die im Hintergrund arbeiten sollen, ist hier vor allem der Punkt „Minimiert“ nützlich.

Manche Anwendungen und einige Systemkommandos, die beim Aufruf spezielle Argumente unterstützen oder sogar voraussetzen, lassen sich nur mit Verknüpfungen (sinnvoll) einsetzen. Zwei Beispiele:

<Pfad> \I_View32.exe
"D:\Meine Fotos" /thumbs

Dieser Befehl mit einem Pfadargument und dem Thumbs-Parameter startet Irfan View gleich am gewünschten Ort und mit dem Thumbnail-Fenster. Die „Ziel“-Zeile eines Links kann Kommandos von bis zu 260 Zeichen Länge aufnehmen und bietet damit ausreichend Raum für Argumente aller Art.

Nur unter Windows 98/ME können Sie Funktionsaufrufe wie

rundll32.exe user;Cascade ChildWindows
rundll32.exe user;TileChild Windows

zur Anordnung der Windows-Fenster einsetzen – das sind ideale Kandidaten für Start-Menü-Verknüpfungen mit eigenen Hotkeys. Unter allen Windows-Versionen können Sie die Fenster auf Ihrem Desktop nach Belieben mit Hotkeys umarrangieren, wenn Sie unser Script pcwWinScreen.VBS einsetzen. Sie müssen es nur einmal ausführen und können dann mit <Strg>-<Alt> und den vier Cursor-Tasten die Fensteranordnung steuern. Die nötigen Links trägt das Script automatisch im Start- Menü unter \Programme\Winscreen ein.

Wichtig: Wenn Sie eine Tastenkombination für einen Hotkey vergeben, sollten Sie immer überlegen, ob Sie diesen bereits in einer Anwendung nutzen. Hotkeys für Links im Start-Menü, am Desktop und unter „Favoriten“ dominieren grundsätzlich über alle Programm-internen Hotkeys. Das gilt natürlich auch für die vier Tastenkombinationen aus unserem Script.

4. (Web-)Favoriten in den MS-Office-Anwendungen

Wer seine Web-URLs auch unter Word und Excel ohne Umwege aus den Favoriten starten will, kann diese Option mühelos in die Funktionsleiste der Anwendung integrieren, ohne dass er dazu gleich die komplette Web-Funktionsleiste einbauen muss.

Gehen Sie dazu auf „Extras, Anpassen“, und klicken Sie unter „Symbolleiste“ auf „Web“. Aus der dann eingeblendeten Web- Leiste ziehen Sie das Element „Favoriten“ einfach an die gewünschte Stelle der Funktionsleiste. Sofern der Internet Explorer als Standard-Browser arbeitet, lohnt es sich, über den „Anpassen“-Dialog zusätzlich die Buttons „Vor“ und „Zurück“ mit hineinzunehmen.

Die Favoriten unter Office haben zwei Schönheitsfehler: Erstens zeigen sie für alle URLs nur ein Standard- Icon an, und zweitens: Falls Sie unter den Favoriten neben URLs auch lokale LNK-Dateien verwenden, erhalten Sie beim Aufruf einer solchen Verknüpfung stets eine Sicherheitswarnung, die Sie erst mal wegklicken müssen.

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