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Cloudfare 1.1.1.1: DNS-App erhält Gratis-VPN

02.04.2019 | 10:25 Uhr | Panagiotis Kolokythas

Cloudfare erweitert seine DNS-App 1.1.1.1 für iOS und Android um einen kostenlos nutzbaren VPN-Dienst.

Das US-Content-Delivery-Network Cloudfare hat vor exakt einem Jahr den Start des neuen, schnellen und auch sichereren DNS-Servers 1.1.1.1 verkündet. Ein Jahr später wird die 1.1.1.1-App für Android und für iOS nun um einen kostenlosen VPN-Dienst namens "Warp" erweitert. Nutzer sollen nicht nur über 1.1.1.1 schneller, sondern mit Aktivierung von "Warp" auch noch sicherer surfen. So verspricht es jedenfalls Cloudfare in seiner Ankündigung.

Mit 1.1.1.1 blickt Cloudfare auf einen erfolgreichen Start eines kostenlosen DNS-Dienstes für alle Internet-Nutzer zurück. In den vergangenen Monaten sei die Anzahl der Nutzer von Monat zu Monat um 700 Prozent angestiegen und schon bald werde man der zweitgrößte Anbieter eines öffentlichen DNS-Dienstes sein. Auf Platz 1 liegt Google mit 8.8.8.8, aber der DNS-Dienst hat eine schlechtere Latenz. Welche Vorteile die Nutzung von 1.1.1.1 als DNS-Server bietet, erläutern wir in diesem Beitrag.

Mit der Erweiterung der mobilen App für 1.1.1.1 um den VPN-Dienst Warp will Cloudfare nun auch die Sicherheit der Nutzer verbessern. Wenn Warp aktiviert ist, werden alle Daten nur noch mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung übertragen. Dabei wird das globale Netzwerk von Cloudfare genutzt, um die Geschwindigkeitseinbußen durch Nutzung von VPN möglichst zu minimieren. Vor allem dann, wenn im laufenden Betrieb die Verbindungsart etwa von WLAN zu Mobilfunknetz wechselt. Außerdem wird Wert darauf gelegt, dass Warp für Nutzer möglichst einfach zu nutzen ist.

Warp setzt Wideguard und andere Extras ein

Warp richte sich damit an alle Nutzer, so Cloudfare, die mit VPN bisher nichts anfangen können. Für seinen VPN-Dienst nutzt Cloudfare sogar WideGuard, eine effizientere Variante des VPN-Protokolls, bei der bei VPN-Verbindungen weniger Energie des Smartphones verbraucht wird, als bei Nutzung des üblichen VPN-Protokolls. Auch eine übermäßige Beanspruchung des Funk-Chips im Smartphone werde dadurch minimiert. Wer in einem Bereich mit schlechter Verbindung ist, kennt das Problem: Das Smartphone erhitzt sich und die Akkulaufzeit verringert sich, weil es immer wieder die gleichen Daten hin und her funkt. Mit Warp soll das nicht passieren, versprechen die Entwickler.

Cloudfare gibt dabei das Versprechen ab, dass die Nutzer des VPN-Dienstes Warp völlig anonym bleiben. Demnach werden keinerlei Daten gespeichert, durch die ein Nutzer identifiziert werden könnte. Außerdem werden auch keine Browser-Daten an irgendein Unternehmen verkauft. Für die Nutzung von Warp müssen auch keine persönlichen Informationen bei Cloudfare hinterlegt werden. Um die Sicherheit der Nutzer zu garantieren, will Cloudfare regelmäßig auch unabhängige, externe Experten einsetzen, die überprüfen sollen, ob Cloudfare die Versprechen auch einhält.

Interessenten landen auf einer Warteliste

Stellt sich natürlich die Frage, wie Cloudfare mit Warp Geld verdienen möchte. Cloudfare beantwortet die Frage mit "Warp+", einem Angebot, welches zu einem späteren Zeitpunkt starten soll. Die Nutzung des Premium-Dienstes "Warp+", welches sich vor allem an Unternehmen richten wird, wird dann Geld kosten.

In der 1.1.1.1-App für Android und iOS ist Warp ab sofort verfügbar. Allerdings werden die Anwender erst nach und nach für die Nutzung des VPN-Dienstes freigeschaltet. Dadurch soll eine schlagartige Überlastung der Server vermieden werden. Wer Interesse an der Nutzung von Warp hat, der kann sich innerhalb der Apps anmelden und landet auf einer Warteliste.

Und was ist mit Desktop-PC-Nutzern? Cloudfare will Warp auch diesen Nutzern anbieten. Allerdings erst zu einem späteren Zeitpunkt.

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