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Chip-Knappheit dauert laut Intel-CEO noch bis 2024 an

02.05.2022 | 16:19 Uhr | Michael Söldner

Die schlechte Versorgung mit Chips und Mikroprozessoren soll laut Intel-Chef Gelsinger noch bis 2024 andauern.

Noch immer sind Halbleiter knapp. Das Ergebnis sind eine schlechte Verfügbarkeit, insbesondere bei Grafikkarten oder Spielekonsolen, sowie hohe Preise aufgrund einer Nachfrage, die das Angebot deutlich überschreitet. Diese Situation werde nach Angaben des Intel-CEO Pat Gelsinger noch das gesamte Jahr 2023 anhalten und auch Auswirkungen auf das Jahr 2024 haben.

Krise dauert länger an

In einem Interview mit CNBC gab Gelsinger an, dass viele PC-Komponenten mittlerweile recht gut verfügbar wären. Dafür wirke sich die Knappheit nun auf Geräte aus, die für die Herstellung benötigt würden. Als Ergebnis würde sich die Krise länger hinziehen und entgegen früherer Prognosen ein Jahr länger andauern.

Strukturelle Vorteile für Intel

Mit neuen Chipfabriken will Intel der Chip-Knappheit entgegenwirken. Als Ergebnis dieser Neuaufstellung würde sich Intel Gelsinger zufolge in einer deutlich besseren Position befinden als die Konkurrenz. Mitbewerber wären in stärkerem Maße auf Kapazitäten und Komponenten von Drittherstellern angewiesen. Die Kombination aus internen Kapazitäten und eigenen Chip-Fabriken würde für Intel strukturelle Vorteile bedeuten.

Verfügbarkeit neuer CPUs und GPUs

AMD-Chefin Lisa Su ging noch im September 2021 davon aus, dass sich die Chip-Knappheit in der zweiten Jahreshälfte 2022 deutlich weniger stark auswirken werde. Inwieweit auch AMD mittlerweile von einer länger anhaltenden Krise ausgeht, bleibt unklar. Beide Unternehmen bereiten sich aktuell auf den Start mehrerer neuer Produkte vor, die teilweise auf neue Fertigungsverfahren setzen. Inwieweit diese Grafikkarten und Prozessoren am Ende in ausreichenden Stückzahlen produziert werden können, bleibt jedoch noch offen.

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