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China will Mondgestein zur Erde bringen

24.11.2020 | 16:01 Uhr | Michael Söldner

Mit der Mission Chang’e 5 will China erstmals seit 1976 wieder Gesteinsproben vom Mond auf die Erde bringen.

China hat heute erfolgreich eine neue Weltraummission gestartet. Ziel von „Chang’e 5“ ist unser Mond, dort sollen Gesteinsproben gesammelt und bis zum Jahresende zur Erde gebracht werden. Zuletzt brachten sowjetische Roboter im Jahr 1976 Gesteinsproben vom Mond mit zur Erde. China würde nach dieser Mission erstmals Mondgestein in den Händen halten. Die Voraussetzungen für einen Erfolg der Mission stehen gut, schon 2013 konnte China unbemannt auf dem Mond landen und diesen Erfolg nach den USA und der Sowjetunion für sich beanspruchen. Im Dezember 2018 folgten schließlich eine Landefähre sowie ein Rover, die die Seite des Mondes untersuchen sollten, die uns abgewandt ist.

Als Trägerrakete für die 8,2 Tonnen Nutzlast diente die chinesische Entwicklung „Langer Marsch“. Die Rückreise sollen hingegen nur zwei bis vier Kilogramm Mondgestein antreten. Zuvor müssen jedoch die Landung und der Start auf der Mondoberfläche klappen. In Anbetracht der Oberflächentemperatur von -130 Grad Celsius auf der schattigen Seite des Mondes wird auch die Technik der Mission stark beansprucht. Auch die Übergabe der Steine an die Kapsel für die Rücksendung könnte schief gehen. Durch das hohe Tempo bei der Rückreise zur Erde soll die Kapsel einmal von der Erdatmosphäre abprallen und anschließend in der Mongolei landen. Die gesamte Mission ist mit 23 Tagen veranschlagt. Die Gesteinsproben sollen neue Rückschlüsse auf die Entstehungsgeschichte des Mondes erlauben. Die gesammelten Daten sollen auch internationalen Wissenschaftlern zur Verfügung gestellt werden. Die Erkenntnisse der Mission will China hingegen für künftige Vorhaben im Weltraum nutzen, wohl auch für bemannte Flüge zum Mond.

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