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China entwickelt Überwachungskamera mit 500 Megapixeln

25.09.2019 | 14:59 Uhr | Denise Bergert

Chinesische Wissenschaftler haben eine KI-gestützte Überwachungskamera mit einer Auflösung von 500 Megapixeln entwickelt.

Wie die amtliche chinesische Nachrichtenagentur China News Service in dieser Woche berichtet , ist chinesischen Wissenschaftlern ein Durchbruch bei der Entwicklung einer extrem hochauflösenden Überwachungskamera gelungen. Das Kamerasystem löst mit 500 Megapixeln auf, hat eine Cloud-Anbindung und greift für die Gesichtserkennung auf eine KI zurück. Mit der Kamera soll es unter anderem möglich sein, in einem Stadion auf große Entfernung noch detailliert Gesichter zu erkennen. Das System kann diese Gesichtsdaten per Cloud-Anbindung mit einer Datenbank in Echtzeit abgleichen und mögliche Gefährder in der Menge ausmachen.

Die Kamera wurde von der in Shanghai ansässigen Fudan Universität in Kooperation mit dem Changchun Institute of Optics, Fine Mechanics and Physics der Chinese Academy of Sciences in Changchun entwickelt. Sie bietet mit 500 Megapixeln in etwa die fünffache Auflösung des menschlichen Auges und ist in der Lage, auch weit entfernte Objekte und Personen gestochen scharf zu fotografieren oder zu filmen. Die Kamera könnte in China beim Militär oder für die öffentliche Sicherheit zum Einsatz kommen. An welche Regierungsabteilung die Kamera von den Wissenschaftlern verkauft werden soll, erwähnt der Bericht jedoch nicht. Mit der Enthüllung des Kamera-Systems lösten die chinesischen Wissenschaftler eine Datenschutz-Debatte aus. Gesetze und Regelungen für die Verwendung des Bildmaterials gibt es in China derzeit noch nicht.

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