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Chancen stehen gut

10.10.2002 | 12:26 Uhr | Panagiotis Kolokythas

Ein Bezirksgericht in Washington wird am 25. Oktober über den Antrag von Lindows entscheiden. Bei dem derzeitigen Verfahren handelt es sich um ein so genanntes "Summary Judgment" - ein beschleunigtes schriftliches Verfahren.

Das Verfahren hatte Ende letzten Jahres begonnen, als Microsoft die Lindows-Macher verklagte, weil ihnen deren Namensgebung "Lindows" ein Dorn im Auge war. Microsoft argumentiert seit dem damit, dass Windows ein eingetragenes Markenzeichen sei und Lindows von dem guten Namen zu profitieren versuche.

Am 25. Oktober, so hofft Lindows-Chef Michael Robertson, soll die Klage nun endgültig vom Gericht abgeschmettert werden. Die Chancen stehen gut: Bereits im Mai waren die Redmonder vor Gericht gescheitert. Damals stellte der Richter fest, dass "Windows" zur Alltagssprache gehöre und Microsoft selbst diesen Begriff als "generisch" bezeichne.

Nachdem Microsoft weiterhin nicht locker lässt, will Lindows jetzt Klarheit schaffen. So fordert Lindows von dem Gericht am 25. Oktober folgende Entscheidung: "Lindows.com fordert die Feststellung, dass Microsofts Markenname Windows als ungültig erklärt wird."

Antrag der Lindows-Anwälte im PDF-Format

Website von Lindows

Eigentor: Microsoft unterliegt erneut gegen Lindows (PC-WELT Online, 17.05.2002)

Lindows wehrt sich (PC-WELT Online, 15.01.2002)

Microsoft verklagt Lindows-Macher (PC-WELT Online, 21.12.2001)

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