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Cerebras präsentiert Super-Prozessor mit 850.000 Kernen

25.08.2020 | 16:15 Uhr | Michael Söldner

Mit 850.000 Rechenkernen stellt der neue Prozessor von Cerebras die Konkurrenz von AMD und Intel in den Schatten.

Wer seinem Rechner einen neuen Prozessor spendieren will, kann Modelle mit 8, 12, 16 oder gar 32 Kernen wählen. Im Vergleich dazu wirkt der von Cerebras vorgestellte Super-Prozessor namens WSE Gen2 wie aus einer anderen Zeit: Mit 850.000 Rechenkernen lassen sich Anwendungen extrem parallelisieren, 2,6 Billionen Transistoren sorgen für eine extreme Rechenleistung, der Energiebedarf von 15 Kilowatt ist ebenfalls rekordverdächtig. Auch der Platzbedarf des Prozessors ist beachtlich: Mit einer Kantenlänge von 21,5 Zentimetern und einer Chipfläche von 46.225 mm² lässt der WSE Gen2 sogar die größte GPU der Welt, die Nvidia Quadro GV100, mit 826 mm² wie einen Winzling wirken.

Der bei TSMC im 7-Nanometer-Verfahren gefertigte Prozessor des kalifornischen Unternehmens Cerebras passt schon aufgrund seiner Größe nicht in herkömmliche PCs. Dafür ist die CPU aber auch nicht gedacht, vielmehr soll sich der Chip genau wie sein Vorgänger zur Berechnung komplexer Modelle eignen. Der WSE 1 soll beispielsweise Krebs erforschen oder schwarze Löcher berechnen. Auch der Preis ist gigantisch: Cerebras nennt zwar keine konkrete Zahl, spricht aber von Kosten von mehreren Millionen US-Dollar. Darin sind immerhin schon Chip, Kühler, Motherboard, Netzteil und Schrank enthalten. Angesichts einer TDP von 15 kW dürfte schon allein die Kühlung des Riesen-Chips gigantisch ausfallen.

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