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C-mask: Start-up stellt smarte Gesichtsmaske vor

29.06.2020 | 11:55 Uhr | Panagiotis Kolokythas

Ein Start-up hat eine smarte Gesichtsmaske entwickelt, die zahlreiche Vorzüge für Smartphone-Nutzer bietet. Das kann C-mask.

Das japanische Start-up Donut Robotics hat mit C-mask laut eigenen Angaben die weltweit erste smarte Gesichtsmaske aus Plastik unter Einsatz von "Roboter-Technologie" entwickelt, die den Nutzern, die eine Gesichtsmaske tragen, die Kommunikation erleichtern soll. Strenggenommen ist C-mask selbst nicht die Gesichtsmaske, sondern wird vom Nutzer über eine bestehende Gesichtsmaske gestülpt. Anschließend eröffnen sich dem Träger vollkommen neue Möglichkeiten. In C-mask sind nämlich unter anderem ein Mikrofon und Bluetooth integriert, wodurch eine direkte Verbindung zum Smartphone besteht.

Der Träger kann so in die C-mask quasi hineinsprechen und seine Stimme wird direkt an das Smartphone übertragen. Integriert sind eine Diktierfunktion und eine Echtzeit-Übersetzung für acht Sprachen. Für die Spracherkennung und -verarbeitung setzt Donut Robotics seine Technologie namens "Cinnamon" (auf deutsch "Zimt") ein. Zur Nutzung von C-mask muss auf dem Smartphone oder einem Tablet eine entsprechende App installiert werden, die die Verbindung herstellt. Über C-mask können die Träger auch einfach ein Telefongespräch starten und das integrierte Mikrofon verstärkt die Stimme in Gesprächen, wodurch der Maskenträger besser zu verstehen sein soll.

Donut Robotics kam laut eigenen Angaben auf die Idee für C-mask, weil sich das Unternehmen Gedanken gemacht hat, wie den eigenen Mitarbeitern das Leben mit Gesichtsmaske während der Coronavirus-Pandemie erleichtert werden kann. Binnen eines Monats wurde dann C-mask entwickelt, nachdem im Rahmen einer Crowdfunding-Aktion in weniger als einer Stunde die für die Entwicklung benötigten Geldmittel gesammelt worden waren.

C-mask wird über die eigentliche Gesichtsmaske gestülpt
Vergrößern C-mask wird über die eigentliche Gesichtsmaske gestülpt
© Donut Robotics

Eigentlich hat sich das im Jahr 2014 gegründete Unternehmen auf die Entwicklung "sozialer Roboter" spezialisiert, die Menschen im Alltag helfen sollen, etwa um Informationen an einem Flughafen zu erhalten oder andere "soziale Probleme" zu lösen. Diese Technologien setzt Donut Robotics auch bei C-mask ein.

Die ersten 5.000 C-mask sollen ab September in Japan ausgeliefert werden und je um die umgerechnet 35 Euro kosten. Das Unternehmen plant aber, das Produkt auch in den USA und in Europa anzubieten.

Aktuell, so erklärt das Start-up, werde nur Sprache verarbeitet, aber in künftigen Versionen von C-mask sei auch eine Integration von Bildverarbeitungstechnologien möglich.

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