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Bundeswehr soll Elon Musks Starlink testen

24.05.2022 | 13:23 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Elon Musk Satelliten-Internet Starlink hilft bereits der ukrainischen Artillerie. Jetzt soll es auch die Bundeswehr testen.

Die ukrainische Armee nutzt bereits Elon Musks Satelliten-basiertes Internetzugangssystem Starlink von Space X. Unter anderem im Zusammenspiel mit der GIS-Arta-App zur Koordination seiner Artillerie. Dieses Video des österreichischen Bundesheeres skizziert die Funktionsweise bei der ukrainischen Armee:

Nun soll auch die deutsche Bundeswehr Starlink von Space X testen. Das berichtet die IT-Nachrichtenseite Golem. Der Test von Starlink soll im Rahmen einer Erprobung von Alternativen für die private Satellitenkommunikation der Soldaten erfolgen. Es geht dabei also nicht um die Nutzung der Internetverbindung für militärische Zwecke – ein entscheidender Unterschied zur Ukraine. Sondern stattdessen wohl darum, wie die Soldaten in ihrer Freizeit im Einsatzgebiet das Internet nutzen können. Das Cyber Innovation Hub der Bundeswehr (CIHBw) soll die Tests leiten und Soldaten sollen daran als Nutzer beteiligt sein.

Eine entsprechende Anfrage hatte Sven Weizenegger, Head of Cyber Innovation Hub der Bundeswehr, via Twitter an Elon Musk geschickt. Militärische Geheimhaltung stellt man sich gemeinhin anders vor…

Bei den Tests sollen Starlink und andere vergleichbare Lösung für die Kommunikation in "Gebieten und Orten ohne bestehende Mobilfunk- oder Landline-Anbindung" erprobt werden. Darüber sollen dann Soldaten im Einsatz kommunizieren. Bisher nutzt die Bundeswehr für diesen Zweck angemietete (militärische) Satellitenkommunikation, die teuer und komplex sei.

Bei der Hochwasserkatastrophe in Rheinland-Pfalz im Jahr 2021 kam Starlink ebenfalls zum Einsatz. Elon Musks Starlink wurde in Rheinland-Pfalz verwendet, um Hochwasseropfer mit einem Internetzugang zu versorgen. Das war deshalb wichtig, weil das Hochwasser in Teilen von Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen sowohl Festnetzleitungen und -Verteilerkästen als auch Mobilfunksendestationen zerstört hatte. Zudem war an vielen Standorten die Stromversorgung unterbrochen, sodass die entsprechende Internet-Infrastruktur nicht betrieben werden konnte.

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