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Bundesverkehrsministerium: Tesla soll nicht mehr mit Autopilot werben

17.10.2016 | 10:11 Uhr |

Das Bundesverkehrsministerium fordert Tesla auf, nicht mehr die Bezeichnung Autopilot zu verwenden. Das Fahrerassistenzsystem von Tesla würde ein falsches Sicherheitsgefühl vermitteln, der Begriff Autopilot sei irreführend.

Das Kraftfahrtbundesamt (KBA) fordert Tesla dazu auf, sein Fahrerassistenzsystem nicht mehr als „Autopilot“ zu bezeichnen beziehungsweise nicht mehr mit der Bezeichnung „Autopilot“ zu werben. Das melden verschiedene deutsche Medien.   Das von Alexander Dobrindt geleitete Bundesverkehrsministerium, dem das KBA untersteht, hält den von Tesla verwendeten Begriff „Autopilot“ für irreführend. Das KBA ist der Meinung, dass der Begriff Autopilot den Tesla-Fahrern ein falsches Sicherheitsgefühl vermitteln würde.

Vorangegangen waren ausführliche Tests der Autopilot-Funktion durch das KBA. Dabei zeigte sich wenig überraschend, dass der Autopilot keinesfalls den Tesla in allen Situationen vollautomatisch steuern kann. Sondern die KBA-Testfahrer mussten in kritischen Situationen mehrmals eingreifen. Das KBA will deshalb, dass Tesla die Verkaufsbezeichnung ändert, um Missverständnisse und falsche Kundenerwartungen zu vermeiden.

Dies ist bereits der zweite Schritt, den das KBA in Sachen Tesla-Autopilot unternimmt. Nachdem sich bei der Prüfung durch das KBA die Schwächen des Autopiloten gezeigt haben, wandte sich das KBA zunächst direkt an die rund 2500 deutschen Tesla-Fahrer und wies daraufhin, dass dieses Fahrerassistenzsystem aus dem Tesla kein hochautomatisiertes Fahrzeug machen würde und dass deshalb der Tesla-Fahrer immer seine volle Aufmerksamkeit dem Verkehrsgeschehen schenken müsse. Der Fahrer muss den Tesla also durchgehend selbst führen und darf keinesfalls hinter dem Lenkrad schlafen, wie es einige US-Videos von Tesla-Fahrern zeigen.

Auto-Manager: Teslas Pleite ist unvermeidlich

Den Untersuchungen durch das KBA ist nicht nur ein tödlicher Unfall in den USA vorausgegangen, sondern auch ein Unfall in Deutschland, der zum Glück glimpflich ausging.

Tesla hat vor einigen Tagen erklärt, dass der Autopilot künftig mehr auf Radardaten statt auf dem Kamerabild basieren soll. Tesla liefert diese Änderung des Autopiloten mit einem Software-Update aus.

Tesla Model S als Leichenwagen (mit Umbau-Video)

Hände weg vom Lenkrad und sich auf der Autobahn entspannt zurücklehnen. An genau dieser Technologie, dem sogenannten hochautomatisierten Fahren, forscht derzeit BMW. Wie weit diese Forschung bereits ist, haben wir uns auf einer Testfahrt über die A9 und die A92 zum Münchner Flughafen angeschaut. Die Technik übernahm auf dieser Strecke komplett das Ruder, fuhr eigenständig geradeaus, überholte und brachte uns sicher ans Ziel. Einen genauen Einblick in die Technik des hochautomatisierten Fahrens bekommen Sie in diesem Video.

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