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Bundesregierung: Über 60.000 Win7-PCs verursachen hohe Update-Kosten

10.01.2021 | 09:25 Uhr | Panagiotis Kolokythas

Bei der Bundesregierung und den Bundesministerien sind mehr Windows-7-Rechner im Einsatz als bisher gedacht.

Bei der Bundesregierung und den Bundesministerien sind noch 63.922 Rechner im Einsatz, auf denen Windows 7 von Microsoft als Betriebssystem installiert ist. Das ergab eine Anfrage von Netzpolitik.org bei der Bundesregierung.

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Zahl der Windows-7-Rechner damit mehr als verdoppelt: Im Januar 2020 hatte die Bundesregierung die Zahl der Windows-7-Rechner nach einer Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion mit um die 33.000 Stück angegeben, durch die jährliche Support-Kosten von etwa 800.000 Euro entstehen.

Die nun höhere Zahl, so heißt es, komme zustande, weil seinerzeit noch nicht alle Behörden und Ministerien eine Zahl der noch verwendeten Windows-7-Rechner geliefert hatten. Die jährlichen Update-Kosten für diese Windows-7-Rechner lagen damit auch deutlich höher als noch bei dem im Januar 2020 prognostizierte Betrag: Statt 800.000 Euro zahlte der Bund etwa 1,9 Millionen Euro für Updates an Microsoft.

Microsoft hatte den Support für Windows 7 am 14. Januar 2020 eingestellt. Unternehmen und Behörden, die Windows 7 weiterhin nutzen wollen, können über Microsofts „Extended Security Update“-Programm noch bis Januar 2023 entsprechende kritische oder wichtige Sicherheits-Updates erhalten, müssen dafür aber auch an Microsoft zahlen.

Spitzenreiter bei der Verwendung von Windows-7-Rechnern ist den neuen Zahlen der Bundesregierung (Stand: Dezember 2020) zufolge das Bundesministerium der Verteidigung mit 27.326 PCs. Beim Bundesministerium des Inneren sind noch 12.935 und beim Auswärtigen Amt noch 10.700 Windows-7-Rechner im Einsatz.

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