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Bundespolizei nutzt spezielle Samsung-Smartphones

08.10.2019 | 15:44 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Die Bundespolizei nutzt das Samsung Galaxy S10 EE für Informationen mit der Einstufung „Verschlusssache - nur für den Dienstgebrauch“. Außerdem überprüfen die Beamten mit Galaxy A8 EE Smartphones und NFC-Schnittstelle die Echtheit von Ausweisen.

Galaxy S10 Enterprise Edition (EE): Zur Kommunikation

Als erste Sicherheitsbehörde in Deutschland nutzt die Bundespolizei großflächig das Samsung Galaxy S10 in der Enterprise Edition (EE). Das hat der südkoreanische Smartphone-Hersteller jetzt mitgeteilt. Das Roll-out der vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zugelassenen rund 1.000 Smartphones wurde demnach im September 2019 abgeschlossen.

Die Samsung-Sicherheitslösung Samsung Knox und die Secusuite-Anwendung von Secusmart sollen es Beamten ermöglichen Daten mit der Einstufung „Verschlusssache – nur für den Dienstgebrauch“ (VS-NfD) sicher vor Hackern und Malware abrufen und verarbeiten zu können. Beamte mit der entsprechenden Freigabe nutzen die Galaxy-S10-Smartphones für das Abrufen, die Bearbeitung und die Übermittlung dieser Informationen. Mit diesen Samsung-Smartphones können Führungskräfte Mails abrufen und haben Zugriff auf Kontakte. Außerdem können die Beamten Informationen digital aufbereiten und verbreiten.

Samsung stellt für die Enterprise Edition regelmäßige Sicherheitsupdates über einen Zeitraum von vier Jahren ab Markteinführung des jeweiligen Produktes zur Verfügung. Im Service-Paket enthalten ist zudem Knox Configure und Knox E-FOTA, mit denen die mobile Geräteflotte vorkonfiguriert, gesteuert und geupdatet werden kann.

Galaxy S10 Enterprise Edition (EE)
Vergrößern Galaxy S10 Enterprise Edition (EE)
© Samsung

Samsung Galaxy A8 EE: Zur Ausweiskontrolle

Für den Einsatz in Bahnhöfen und grenznahen Gebieten kommen außerdem 3.500 Samsung-Galaxy-A8-EE-Smartphones zum Einsatz. Mit diesen Smartphones und eigens für die Bundespolizei entwickelter Apps sowie einer für Sicherheitsbehörden freigegebenen NFC-Schnittstelle können die Beamten die Echtheit verschiedener Dokumente prüfen. Dafür wird der Chip im Personalausweis oder im Reisepass ausgelesen und die digital signierten Daten auf Echtheit geprüft. Neben dieser Prüfung der Echtheit des Identitätsnachweises findet zudem ein automatisierter Abgleich mit der Fahndungsliste statt. In Zukunft sollen weitere Funktionen der Identitätsprüfung hinzukommen.

Die Bundeswehr dagegen setzte vor einiger Zeit beim Kauf von Samsung-Smartphones weniger auf Hightech als vielmehr auf eine recht rustikale Sicherheitslösung: Bundeswehr kauft Samsung Galaxy S8 - ohne Internetzugang! Die Begründung für diese ziemlich schräg klingende Maßnahmen lesen Sie hier: Bundeswehr verteidigt Kauf von Smartphones ohne Internet und Apps.

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