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Bundeskartellamt: Smarte TV-Geräte verletzten DSGVO

03.07.2020 | 16:19 Uhr | Michael Söldner

Nach Ansicht des Bundeskartellamts mangelt es zahlreichen Smart-TVs an Sicherheit und Datenschutz.

Smarte TV-Geräte können dem Nutzer immer mehr Arbeit abnehmen und sich an seine Wünsche anpassen. Hierzu fließen Daten an die Hersteller ab, die Rückschlüsse auf das Nutzungsverhalten bieten. Die in Deutschland am Markt tätigen Hersteller würden mit ihren eigenen Datenschutzbestimmungen regelmäßig gegen die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) verstoßen. Zu dieser Einschätzung kommt das Bundeskartellamt nach einer Sektoruntersuchung rund um smarte TV-Geräte . Die Hersteller würden nicht nur persönliche Daten zum Fernseh- oder Surfverhalten erfassen, sondern den Nutzer auch kaum darüber aufklären.

Zwar ließe sich bei vielen Geräten die Datensammlung auch unterbinden. Aber nach Ansicht des Bundeskartellamts würden viele Nutzer nicht wissen, wie sie dies tun sollen. Neben dem Datenschutz gebe es auch Mängel bei der die Sicherheit der Geräte. Ob es zur Absicherung der Fernseher auch in einigen Jahren noch Sicherheits-Updates geben werde, sei unklar. Dies solle vom Gesetzgeber im Sinne der Verbraucher geklärt werden. Die Analyse basiert auf Befragungen von 32 Unternehmen und Experten. Die Branche der TV-Hersteller sei allerdings stellvertretend für viele andere technische Geräte, die in Sachen Sicherheit und Datenschutz nicht den strengen Vorgaben des Staates entsprechen.

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