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Britische Regierung verliert über 1000 Notebooks und USB-Sticks

22.12.2016 | 12:36 Uhr |

Britische Regierungsstellen haben über 1000 Notebooks, USB-Sticks und andere Datenträger verloren. Teilweise mit vertraulichen Daten.

Brexit der etwas anderen Art: Das britische Verteidigungsministerium und weitere Ministerien haben über 1000 Notebooks, USB-Sticks und andere Datenträger verloren, teilweise mit als vertraulich eingestuften Daten. Das ist nur die Spitze des Eisbergs.

Wie das britische Verteidigungsministerium laut einem Bericht von The Guardian mitgeteilt hat, haben dessen Mitarbeiter von Mai 2015 bis Oktober 2016 759 Laptops als verloren gemeldet. Weitere 32 Notebooks wurden den Mitarbeitern des Verteidigungsministeriums gestohlen. Dazu kommen 328 als verloren gemeldete CDs, DVDs und USB-Laufwerke.

Das britische Arbeits- und Rentenministerium wiederum meldete bis August 2016 42 verlorene Laptops beziehungsweise Rechner und acht verschwundene USB-Sticks. Die meisten Geräte gingen laut den britischen Regierungsstellen dadurch verloren, dass in die Wohnungen von Mitarbeitern eingebrochen wurde, die im Home Office gearbeitet haben. Außerdem gingen viele Geräte auf Dienstreisen verloren. Zumindest das Arbeitsministerium versichert, dass alle seine Notebooks verschlüsselt seien. Für das Verteidigungsministerium liegt diese Aussage nicht vor.

Auch das Ministerium für Wirtschafts-, Energie- und Industrie-Strategie meldet Verluste: sechs Laptops sind futsch. Und zwar seit Juli 2016 – da wurde dieses neue Ministerium nämlich erst eingerichtet. Das Umwelt- und Ernährungsministerium möchte in Sachen IT-Verluste nicht abseits stehen und meldet den Verlust von zwölf Laptops. Das Transport-Ministerium vermisst sieben mobile Rechner und das Schatzministerium weitere acht Notebooks sowie ein USB-Gerät. Immerhin konnte eines der verschwundenen Geräte wiedergefunden werden.

Weitere Verluste gibt es beim Ministerium für Internationale Entwicklung – ein Laptop verloren, 26 gestohlen (davon einer mit als besonders vertraulich eingestuften Informationen).

Die tatsächliche Zahl der von Regierungsmitarbeitern verlorenen Laptops und Datenspeicher dürfte aber noch viel höher sein. Denn die meisten Regierungsstellen verweigern eine Auskunft über ihre Materialverluste.



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