2205025

Briten googeln: Was ist die EU? Nach dem Referendum!

27.06.2016 | 10:59 Uhr |

Laut Google suchen viele Briten im Web nach der Antwort auf diese Fragen: Was bedeutet es, die EU zu verlassen? Was ist die EU? Was ist der Brexit?

Update 27.6.: Briten googeln nach dem Brexit

Der Brexit sorgt auch nach(!) Veröffentlichung des Abstimmungsergebnisses noch für reichlich Traffic auf den Google-Seiten. So tippten am Wochenende vielen Bewohner Großbritanniens die Frage nach den Folgen des Brexit in die Google-Suche ein: "What does it mean to leave the EU?". Ebenfalls sehr häufig wurde die kurios anmutende Frage gestellt: „What is the EU?“. Wie kann man gegen etwas stimmen, das man gar nicht kennt...?

Das twitterte Google Trends. Auch die Frage „What is Brexit?“ erfreute sich nach der Veröffentlichung des Abstimmungsergebnisses regen Zuspruchs, wie Google berichtet.

Die EU-Befürworter haben nun eine Online-Petition gestartet - wird das Rad etwa zurückgedreht?

Update Ende, Beginn der ursprünglichen Meldung

Google hat spannende Zahlen zum Brexit veröffentlicht. Aus den Suchanfragen von Benutzern aus Großbritannien geht hervor, dass viele Nutzer aus Großbritannien kurz nach Schließung der Wahllokale (22 Uhr britischer Zeit, 23 Uhr bei uns) bei der Google-Suche diese Frage eintippten: „what happens if we leave the EU“ – was passiert, wenn wir die EU verlassen?

Über Twitter teilte Google mit, dass ungefähr gegen Mitternacht Londoner Zeit die Suchanfragen nach der oben genannten Frage um zirka 250 Prozent zunahmen (die bei Google-Trends ausgewiesenen Zeiten sind die für Großbritannien gültige Greenwich-Zeit minus sieben Stunden).

Ergebnisse bei Google Trends
Vergrößern Ergebnisse bei Google Trends
© http://www.google.com/trends/explore?hl=en-GB#q=what+happens+if+we+leave+the+EU&geo=GB&date=now+1-d&cmpt=q&tz=Etc/GMT%2B7&tz=Etc/GMT%2B7

Das sieht auf den ersten Blick ganz so aus, als ob viele Briten zunächst ihre Stimme für den Brexit abgegeben hätten und erst danach über die Folgen eines Austritts aus der EU nachgedacht hätten. Was natürlich Wasser auf die Mühlen der Brexit-Gegner wäre.

Allerdings dürfte diese für viele britische Wähler wenig schmeichelhafte Vermutung nicht in allen Fällen zutreffen. Denn ab zirka 0.49 Uhr unserer Zeit trafen aus den ersten Wahlbezirken die ersten Ergebnisse ein, wie man verschiedenen Live-Tickern entnehmen kann. Es kann also durchaus sein, dass so mancher Bewohner in Großbritannien nach dem Lesen der ersten Auszählungsergebnisse, aus denen schon früh die Tendenz für den Austritt hervorging, doch noch einmal nach den konkreten Folgen googelte. Unabhängig davon, ob er/sie selbst für oder gegen den Brexit gestimmt hatte. Ganz einfach, um sich noch einmal zu vergewissern, nachdem das Ergebnis sich abzuzeichnen schien. Was dann ja auch tatsächlich der Fall war.

Der britische Premierminister David Cameron hat übrigens bereits seinen Rücktritt angekündigt. Im Oktober will er sein Amt aufgeben. Cameron hatte die Abstimmung initiiert, wohl auch um von anderen innenpolitischen Problemen abzulenken, war selbst aber gegen den Brexit gewesen.

0 Kommentare zu diesem Artikel

PC-WELT Marktplatz

2205025