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Brennende Powerbank zwingt Virgin-Flug zur Notlandung

05.07.2019 | 15:15 Uhr | Denise Bergert

Eine brennende Powerbank zwang einen Flug von Virgin Atlantic in den USA in dieser Woche zur Notlandung.

Gestern Nacht musste ein Flug von Virgin Atlantic auf dem Weg vom JFK Airport in New York nach London Heathrow in Boston notlanden . Grund war ein Feuer, das auf einem der Passagier-Sitze ausgebrochen war. Der Crew gelang es, das Feuer während der Landung an Bord zu löschen und alle 217 Passagiere konnten evakuiert werden.

Direkt nach der Landung förderte die Untersuchung des Brandherdes durch die Feuerwehr auf einem der Passagier-Sitze mehrere Kabel und eine Powerbank zutage. Das Akku-Pack hatte während des Fluges Feuer gefangen und für eine starke Rauchentwicklung in der Kabine gesorgt. Moderne Lithium-Ionen-Batterien können aus mehreren Gründen Feuer fangen. Beispielsweise kann ein inkompatibles Ladegerät zu viel Spannung im Akku verursachen, durch einen Defekt kann die Batterie überladen oder zu viel Druck und Wärme können dazu führen, dass die Batterie zu heiß wird und zu rauchen beginnt oder sich sogar entzündet. Das scheint auch auf dem Virgin-Flug der Fall gewesen zu sein. Die Feuerwehr fand die verschmorte Powerbank eingeklemmt zwischen dem Sitz und mehreren Kissen, was dazu geführt haben könnte, dass sie überhitzte und Feuer fing.

Aufgrund der Feuergefahr dürfen Akku-Packs in den USA und Europa nur im Handgepäck mitgeführt werden. Hier sind sie je nach Land auf eine Kapazität von 100 bis 160 Wh gedeckelt.

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