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Branche rechnet mit 25 Prozent weniger Mainboard-Verkäufen

29.06.2022 | 15:10 Uhr | Michael Söldner

Asus und Gigabyte rechnen bei den Mainboard-Verkäufen für den Rest des Jahres mit deutlichen Rückgängen.

In diesem Jahr steht mit den Ryzen-7000-Prozessoren wieder ein Sockelwechsel an. Die neuen CPUs von AMD funktionieren nur mit neuen Mainboards, die einen AM5-Sockel bieten. Dennoch gehen die Branchengrößen Asus und Gigabyte davon aus, dass die Verkaufszahlen von Mainboards allgemein sinken werden. Wie Digitimes berichtet , rechnen beide Hersteller mit einem Verkaufsrückgang von 25 Prozent bis zum Jahresende.

Übersättigter Markt

Asus und Gigabyte gehören zu den absoluten Branchengrößen, gemeinsam stellen sie rund 70 Prozent des Marktes an Mainboards. Ein Grund für den befürchteten Verkaufsrückgang sei in der Tatsache zu finden, dass man in den vergangenen Monaten in China Bundles aus Grafikkarte und Mainboard für Nutzer zur Verfügung stellte, die sich damit ihren Rechner selbst zusammenstellen konnten. Diese Strategie kam zwar gut an, sorgt nun aber für eine Sättigung des Marktes in China. Global gehen beide Hersteller ebenfalls davon aus, dass die Nachfrage nach Mainboards für den Rest des Jahres sinken werde.

30 statt 40 Millionen Einheiten

Sowohl das erste als auch das zweite Quartal sei für Gigabyte und Asus schlechter verlaufen als erwartet. Darauf basieren nun die Prognosen für das dritte und vierte Quartal 2022. Der gesamte Markt soll im Vergleich zum Vorjahr von rund 40 Millionen Einheiten auf nur noch 30 Millionen Einheiten schrumpfen. Der Trend dürfte auch die kleineren Hersteller von Mainboards betreffen, die darunter vielleicht sogar noch mehr leiden als die Branchengrößen. Inwieweit sich dieser Trend auf die Preise von Mainboards auswirken wird, bleibt vorerst noch unklar.

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