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Bose schließt alle Geschäfte in Europa und Nordamerika

16.01.2020 | 16:32 Uhr | Michael Söldner

Das US-Unternehmen Bose schließt in Europa, Nordamerika, Japan und Australien 119 Ladengeschäfte.

Das auf den Bau von Audioequipment spezialisierte US-Unternehmen Bose will seine Einzelhandelsgeschäfte in Nordamerika, Europa, Japan und Australien aufgeben. Als Begründung gab der Hersteller an, dass Kopfhörer, Lautsprecher oder ähnliche Artikel immer stärker über das Internet vertrieben würden. Die Geschäfte scheinen sich für Bose nicht mehr zu lohnen. Als Ergebnis der Schließungen werden wohl Hunderte Angestellte ihren Job verlieren. Konkrete Angaben machte das Unternehmen hierzu aber nicht.

Das erste Bose-Ladengeschäft wurde im Jahr 1993 eröffnet. Speziell in den USA hat das Unternehmen viele kleine Geschäfte in großen Einkaufszentren. Dort wird Kunden das aktuelle Lineup an Produkten vorgestellt. Laut Vizepräsident Colette Burke hätten diese Läden in den vergangenen Jahrzehnten eine sehr wichtige Rolle gespielt. Die Marktsituation habe sich aber grundlegend geändert. Von den Schließungen sind weltweit 119 Geschäfte betroffen. In China, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Indien, Südostasien und Südkorea will Bose weiterhin Geschäfte betreiben. Künftig wolle man sich auf den Verkauf über Amazon, Best Buy, Target, Apple Stores und weitere Partner verlassen. Auch auf der eigenen Webseite können sich Kunden über Lautsprecher, Kopfhörer und andere Produkte informieren.

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