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Bitcoin-Erfinder: Ist Craig Steven Wright Satoshi Nakamoto?

03.05.2016 | 15:18 Uhr |

Ist Craig Steven Wright identisch mit Satoshi Nakamoto – dem Schöpfer von Bitcoin? Es gibt erhebliche Zweifel.

Wer hat die Krypto-Währung Bitcon erfunden? Diese Frage stellen sich IT-Interessierte seit es Bitcoin gibt. Zwar gibt es sogar einen Namen, der als Erfinder von Bitcoin genannt wird: Satoshi Nakamoto. Doch wer steckt hinter diesem Pseudonym?

Im September 2014 behauptete ein Hacker, den Gründer enttarnt zu haben. Doch die Spur verlief im Sande.

Erste Spur zu Craig Steven Wright

Ende 2015 machte dann das Gerücht die Runde, dass ein Australier namens Craig Steven Wright das Bitcoin-System erfunden haben soll. Er soll unter dem Pseudonym "Satoshi Nakamoto" den Programmcode geschrieben und mit der Schöpfung der ersten 50 Bitcoins das Bitcoin-Netzwerk im Januar 2009 gegründet haben. Gegenüber dem IT-Magazin Wired deutete der im Jahr 1970 geborene australische Computer-Wissenschaftler und Unternehmer Craig Steven Wright an, dass er tatsächlich der Bitcoin-Vater sein könnte. Doch letztendlich wurde die Frage damals nicht abschließend geklärt.

Craig Steven Wright outet sich

Doch am 2. Mai 2016 outete sich Wright in seinem Weblog selbst als Satoshi Nakamoto und Gründer von Bitcoin. Wright signierte sein Posting mit einem privaten Verschlüsselungskey, der auch für eine der ersten Bitcoin-Transaktionen von Satoshi Nakamoto im Jahr 2009 verwendet wurde, schreibt der Economist. Wenn Wright tatsächlich diesen privaten Key besitzt, müsste er eigentlich der Bitcoin-Schöpfer sein.

Doch die Zweifel bleiben. Es gebe bisher keinen kryptologischen Nachweis dafür, dass Craig tatsächlich Bitcoin schuf, twitterte das Bitcoin Core Project sinngemäß.

So soll es sich bei der Zahlenreihe, die Wright veröffentlichte, nicht um die digitale Signatur handeln, die nur der echte Nakamoto kennen und mit seinem Private Key erzeugen könne, sondern um eine frei zugängliche Signatur zu einer Bitcoin-Transaktion, die Satoshi 2009 ausführte.

Diese kann jeder veröffentlichen, der diese Transaktion kennt – das sei also kein Beweis.

Gavin Andresen, der die Bitcoin-Software führend weiterentwickelt, glaubt laut The Economist nach wie vor, dass Wright tatsächlich Nakamoto ist. Doch es gibt auch zahlreiche Gegenstimmen, die Frage ist nicht abschließend geklärt, Wright hat bis jetzt noch keinen überzeugenden Beweis vorgelegt.

Wright könnte vielleicht ganz einfach beweisen, dass er tatsächlich Bitcoin geschaffen hat, wenn er eine Überweisung mit einer der ersten Bitcoins tätigen würde. Denn auf die ersten Bitcoins scheint nur deren Schöpfer Zugriff zu haben, mit ihnen wurden noch keine Transaktionen durchgeführt.

Bisher weigerte sich Wright jedoch, so eine Überweisung zu tätigen, weil er sie angeblich einem Treuhandfonds übergeben habe, wie Wired schreibt.








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