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Bitcoin-Pech: 54 Mio. Euro in den Müll geschmissen

24.02.2020 | 14:51 Uhr | Panagiotis Kolokythas

Ein Drogendealer hat Bitcoins im Wert von 54 Millionen Euro verloren. Die Codes dafür landeten im Müll.

Die Ermittler des Criminal Assets Bureau (Cab) in Irland haben insgesamt 6.000 Bitcoins beschlagnahmt, die allerdings nichts wert sind. Die Bitcoins waren im Besitz eines Drogendealers gewesen, der die zu den Bitcoins gehörenden Codes im Müll verloren hat. Das meldet die Zeitung Irish Times. Der aktuelle Bitcoin-Kurs liegt bei knapp 9.000 Euro, womit die beschlagnahmten Bitcoins einen Gesamtwert von etwa 54 Millionen Euro besitzen.

Der betreffende Drogendealer ist ein 49 Jahre alter Mann aus Dublin, der die Bitcoins zwischen den Jahren 2011 und 2012 mit Einkünften aus Drogenverkäufen bezahlt hatte. Seinerzeit lag der Kurs für den Bitcoin im ein- bis zweistelligen Euro-Bereich. Im Jahre 2017 entschloss sich der Mann aus Angst vor Hackern die Bitcoins auf 12 Online-Konten mit je 500 Bitcoin zu verteilen. Die Codes für den Zugriff auf die Konten schrieb der Mann auf zwölf Din-A4-Seiten, die er in der Tasche seiner Angel versteckte.

Im selben Jahr wurde der Mann dann aber verhaftet und zu einer fünfjährigen Gefängnisstrafe verurteilt. Während dieser Zeit ließ der Vermieter die Wohnung des Drogendealers zwangsräumen. Die Ermittler fanden heraus, dass dabei auch die Angeltasche mit den DinA4-Seiten im Müll landete. Und ein Teil dieses Mülls wurde dann in Richtung China und Deutschland verschifft, um dort eingeäschert zu werden.

Gegenüber den Ermittlern erklärte der Mann, dass er ausreichend Zeit gehabt habe, sich mit dem Verlust der hohen Geldsummer zu arrangieren. Letztendlich habe er für seine Dummheit einen hohen Preis bezahlt. Fest steht auch laut den Ermittlern, dass die Bitcoins weiterhin auf den zwölf Konten lagern, allerdings sei ein Zugriff ohne die Codes nicht möglich. Die Bitcoins seien durch die Beschlagnahmung des Vermögens des Drogendealers in den Besitz des Staates gelangt. Die Ermittler hoffen nun, dass es irgendwann mal möglich sein könnte, den technologischen Fortschritt dafür zu nutzen, um an die Bitcoins zu gelangen.

Ein ähnliches Problem wurde vor etwa zwei Jahren auch von einem Mann gemeldet, der im Jahr 2009 um die 7.500 Bitcoins errechnete und die betreffende Festplatte dann ein paar Jahre später vor dem Bitcoin-Höhenflug in den Müll warf. Jegliche Versuche, die Festplatte in einer Mülldeponie wieder aufzuspüren, schlugen fehl. Heute wären diese 7.500 Bitcoins etwa 67,5 Millionen Euro wert.

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